Der Kommentar behandelt zwei gesellschaftliche Herausforderungen: ein gesundheitsbewussteres Ernährungsverhalten ohne Hungergefühl sowie die faire Finanzierung des österreichischen Pensionssystems. Er betont, dass soziale Leistungen aus regulären Beiträgen finanziert werden und dass sichere Pensionen sowie ein höheres faktisches Pensionsantrittsalter unterschiedliche Interessen und Risiken berühren.
Abnehmen, ohne hungern zu müssen. Der Wahnsinn ist, dass viele Menschen kein Hungergefühl mehr verspüren und ihr Feinkostgewölbe unbekümmert vergrößern, indem ständig gegessen wird. Und wenn der Pansen zu massiven gesundheitlichen Schwierigkeiten oder Unbehagen bzw. Unbeweglichkeit führt, muss eben die Spritze her.
Konsequenz und Disziplin bei der Menge, Art und Qualität der Nahrungszufuhr sind oftmals leider nicht oder nur kurzfristig zum Jahreswechsel vorhanden. Das Gap zwischen Gesundheits- und Lebensspanne wird damit immer größer. Die Replik auf den Gastkommentar von Maria Hofmarcher-Holzhacker vom 3.9. war absolut wohltuend, weil wirklich faktenbasiert. Die finanziellen Mittel, die vom Prikraf verteilt werden, sind nämlich keine Almosen oder Fördermittel des Staates, sondern stammen aus regulären Sozialversicherungsabgaben der Privatpatienten, auf die natürlich auch ein Anspruch besteht.
Martin Kocher fordert mehr private Pensionsvorsorge und ein höheres faktisches Pensionsantrittsalter. Eine sachliche Debatte muss auch offenlegen, wessen Interessen hinter solchen Vorschlägen stehen. Seit Jahren fordern Wirtschaftsverbände und wirtschaftsliberale Parteien längeres Arbeiten und mehr Kapitaldeckung. Das entspricht ihrem ökonomischen Weltbild, doch das muss nicht im Interesse der Beschäftigten sein.
Das österreichische Pensionssystem hat sich in Krisenzeiten bewährt und garantiert verlässliche Pensionen. Mehr Kapitaldeckung verspricht höhere Renditen, bedeutet aber auch ein größeres Risiko. Für die Gewerkschaften stehen sichere Pensionen und das solidarische Umlageverfahren im Mittelpunkt, nicht die Verlagerung des Risikos auf die Arbeitnehmer:innen. Besonders befremdlich ist der Vorschlag, Teile künftiger Kollektivvertragsabschlüsse in Pensionsfonds umzuleiten.
Beschäftigte brauchen ihre Lohnerhöhungen heute für Miete, Energie und Lebensmittel. Wer weniger Lohn und dafür mehr Börsenrisiko anbietet, setzt falsche Prioritäten. Auch die Debatte über ein höheres Antrittsalter greift zu kurz. Die Frage ist nicht, wie lange Menschen arbeiten könnten, sondern ob sie in belastenden Berufen überhaupt gesund bis zur Pension durchhalten.
Die Zukunft der Pensionen entscheidet sich nicht an der Börse, sondern am Arbeitsmarkt. Gute Arbeit, faire Löhne und sichere Beschäftigung finanzieren auch künftig gute Pensionen. Unsere Pension ist kein Anlageprodukt, sondern ein Sozialversprechen. Das ließe sich noch erweitern, denn neben Eisenbahn, Infrastruktur sind wir bei aller berechtigten Kritik auch besser aufgestellt in digital vernetzter Verwaltung wie auch in der Gesundheits- und Sozialvorsorge.
So wurden seinerzeit noch Coronafälle per Fax nach Berlin gemeldet, eine deutsche Gesundheitskarte steckt immer noch im Probelauf. Auch der alte und neue Tankrabatt ist aktuell in Österreich geschafft, in Deutschland kopiert. Wie in diesem Beitrag könnten unsere Vorzüge in der Öffentlichkeit mehr Beachtung finden. Die meisten Medien hatten nach dem Wahlabend am 20.
September einen „Kanzlersturz“ vorhergesagt. Davon kann nun keine Rede sein, auch nicht von einem „Bundeskanzler auf Abruf“. Merz hat in seinem wohlgesetzten Statement auch auf erfolgreiche Wahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen hingewiesen, in denen mindestens viermal so viele Wähler abgestimmt haben.
Außerdem zwingt das blamable Ergebnis der SPD in Berlin die Sozialdemokraten zur Unterstützung der Regierung Merz. Wenn die Linke in Berlin mit der Enteignung von Wohnbaugenossenschaften beginnt, werden mit Sicherheit viele Wähler wieder zu den „Mitte“-Parteien zurückkehren. Auch die engere europäische Zusammenarbeit gegen den russischen Aggressor wird Kanzler Merz stärken.
Im Hinblick auf das sich schon seit vielen Jahren auch hierzulande abzeichnende Problem der Wasserknappheit ist es unverständlich, dass nicht zumindest in Neubaugebieten Nutzwasserleitungen verlegt werden. Gerade heute habe ich mir gedacht, dass die Essenszusteller die Ärmsten der Armen unter der arbeitenden Bevölkerung sind, und jetzt müssen sie auch noch ihr „Werkzeug“ verschrotten. Eine Anschaffung eines Mopeds oder eines E-Bikes kostet sehr, sehr viel. Als Unterstützung erhalten sie 50 Euro, falls sie lernen wollen, mit einem E-Bike zu fahren.
Das Wort „Unterstützung“ empfinde ich hier als blanken Hohn. Und da lese ich den Beitrag von Sibylle Hamann, und ich gebe ihr völlig recht. Bei dieser Gruppe geht es ruckzuck mit einer Gesetzesänderung. Autos, die mich viel mehr stören, bleiben permanent von Änderungen, welcher Art auch immer, verschont.
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