Der ehemalige Kabarettist Günther "Gunkl" Paal steht im Fokus einer Missbrauchskrise, die die Politik, die Künstlerszene und die Öffentlichkeit erschüttert. Die ÖVP-Familienministerin Claudia Bauer fordert klare Konsequenzen und kritisiert freikommende prominente Täter. Der Fall beleuchtet die Verantwortung von Medien, Politik und Gesellschaft bei der Bekämpfung von Kindesmissbrauch.
Christoph Budin Die Schockwellen des von der „Krone“ aufgedeckten Missbrauch-Krimis um Star-Kabarettist Günther „Gunkl“ Paal erreichen die Politik. ÖVP - Familienministerin Claudia Bauer kritisiert scharf, dass nach dem Fall Teichtmeister „schon wieder ein prominenter geständiger Kinderschänder seine Freiheit genießt“.
Es dürfe keinen „Promi-Bonus“ geben. Auch die Künstlerszene ist nach der Kindesmissbrauchs-Anklage gegen einen aus ihren eigenen Reihen in heller Aufregung. Gegenüber der „Krone“ äußerte sich auch der ORF zu seinem ehemaligen Star Günther Paal.
„Weder gibt es eine aktuelle Zusammenarbeit noch waren und sind Ausstrahlen etwaiger Produktionen geplant. “ Der 64-jährige „Gunkl“ spielte etwa an der Seite anderer Kaberett-Stars im Erfolgsfilm „Muttertag“ mit, wurde dem breiten Publikum als Musiker und „Experte für eh alles“ bei der Satire-Show „Dorfers Donnerstalk“ bekannt. Vergessen wir bitte nicht die Kinder, deren Kinderschänder nicht in der Öffentlichkeit stehen. Auch sie haben unsere Aufmerksamkeit und unseren Schutz verdient.
– als einer der ersten Kollegen zu dem schockierten Fall auf seiner Instagram-Seite geäußert. Er sei „vollkommen erschüttert“ gewesen, als er „erstmalig die verstörenden Nachrichten“ vernommen habe. Es habe bei TV-Auftritten „weder Anzeichen, Hinweise oder Ähnliches in die kolportierte Richtung gegeben“. Aufgeschreckt ist auch die Politik.
Familienministerin Claudia Bauer findet klare Worte: „Jeder Fall ist einer zu viel und grauenhaft. Wir haben im Regierungsprogramm die Verschärfung des Sexualstrafrechts vereinbart, das wird auch für den Bereich des Missbrauchs von Kindern gelten müssen. Und unsere Kinder zu schützen, ist einer der höchsten Werte.
“ hinter Gittern sitzen und „Gunkl“ nicht: „Zudem ist es null nachvollziehbar, dass schon wieder ein prominenter geständiger Kinderschänder seine Freiheit genießt. “ Auch das müsse sich ändern, es dürfe „keinen Promi-Bonus für Kinderschänder geben“. Man dürfe dabei aber auch nicht die Kinder vergessen, die in der Öffentlichkeit stehen. Acht von zehn Kindesmissbrauchsfällen „passieren im familären Bereich“, so die ÖVP-Spitzenpolitikerin.
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