Malen Sie sich am Aschermittwoch ein Aschenkreuz auf die Stirn oder essen Sie einen Heringsschmaus? Vermutlich eher…
Malen Sie sich am Aschermittwoch ein Aschenkreuz auf die Stirn oder essen Sie einen Heringsschmaus? Vermutlich eher Letzteres, zumindest in Deutschland liegt der Hering mit einem Marktanteil von fast elf Prozent auf Platz vier der am meisten verzehrten Fische.
Also gedenken wir zu Beginn der Fastenzeit kurz des Tieres, das jetzt mit Kartoffeln, Äpfeln und Mayonnaise auf den Tellern landet.Man kann über Meeresfische kaum einen Text ohne das Wort „Überfischung“ schreiben. Gegen die in der Hochseefischerei verwendeten Methoden nimmt sich das seinerzeitige Abschlachten der Bisons in der Neuen Welt geradezu dilettantisch aus. Mit Satellitenunterstützung und Sonar werden Fischschwärme lokalisiert und mit mehrere Kilometer langen Schleppnetzen erbeutet. Diese massive Überfischung im Nordatlantik dank Militärtechnologie zerstörte unter anderem auch die Heringsbestände und führte zwischen 1958 und 1975 zu drei sogenannten Kabeljaukriegen. Nach schweren politischen Konflikten zwischen Island, Großbritannien und anderen europäischen Staaten wurden die nationalen Fischereigrenzen von ursprünglich vier auf letztlich 200 Seemeilen ausgedehnt. Trotz Fangquoten wurden 2024 in der Nordsee immer noch – aus Sicht der Fischereiwirtschaft nur noch – mehr als 280.000 Tonnen Heringe gefangen. Da ein ausgewachsener Hering ca. einen Kilo wiegt, kann man diese Tonnagen einfach in Individuenzahlen umrechnen: 280 Millionen pro Jahr.Damit diese Zahlen nicht Ihren Tag verdüstern, hier noch etwas leichte beziehungsweise seichte Wissenschaft: In der Kategorie Biologie wurde 2004 ein Team aufgrund folgender Publikation mit dem Ig-Nobelpreis ausgezeichnet, einer Ehrung für kuriose Forschung: „Töne, die beim Hering durch Freisetzung von Luftblasen produziert werden.“Der Titel war offenbar zu trocken formuliert, deswegen lautete die Begründung „weil Heringe sich durch Furzen verständigen“. Offenbar saßen in dieser Jury die zwei MTV-Antihelden Beavis und Butthead, die ihre spätpubertäre Analfixierung auslebten: Hehe, furzen, hehe!Für Journalisten aller Länder war das leicht verdientes Zeilenhonorar. Als einer der Autoren dazu interviewt wurde, musste er nur eine Frage beantworten: Sind furzende Heringe vielleicht ausschließlich Männchen und könnte dies das idente Verhalten von uns Männern erklären?Ich bin Kolumnist und Tierflüsterer des
United States Latest News, United States Headlines
Similar News:You can also read news stories similar to this one that we have collected from other news sources.
Meinl-Reisinger in der Ukraine: „Sie brauchen Luftabwehr“Österreichs Außenministerin macht sich ein Bild von den Zerstörungen durch russische Luftschläge. Einen Beitrittstermin für die Ukraine nennt sie nicht.
Read more »
„Wehret den Anfängen“ war ein Rat in Liebesdingen: Wie berühmte Zitate wurden, was sie sindDas Bonmot „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ kommt in Wahrheit aus Österreich – und das „Ceterum censeo“ stammt aus der Neuzeit. Ein neues Buch zeigt, wie Zeitgeist und Überlieferung auf...
Read more »
'Grenzenlos': Bewerben Sie sich für den Wirtschaftspreis Pegasus!LINZ. Mit dem Pegasus werden heimische Unternehmen ausgezeichnet, die beweisen, dass sie auch in schwierigen Zeiten erfolgreich sein können.
Read more »
Lügen und Betrügen: So skrupellos sind die ElitenSie täuschen, sie lügen und betrügen – und manche schrecken auch vor Menschenhandel und Mord nicht zurück. Was sie antreibt, ist die Lust an der ...
Read more »
„Eternity“: Bis dass der Tod sie nicht scheidetElizabeth Olsen, Miles Teller und Callum Turner suchen in einem humorvollen-ausgeklügelten Liebesdreieck nach dem Glück für die Ewigkeit – ...
Read more »
Wölfe verlieren Scheu – wenn es sich für sie lohntWölfe in Italien und Österreich zeigen, dass sie mehr als nur scheue Waldbewohner sind. Eine aktuelle Studie der Veterinärmedizinischen ...
Read more »
