Ein Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv musste in Tabuk notlanden, nachdem er einen Entführungsnotruf abgesetzt und drastisch an Höhe verloren hatte. Israeliische Medien berichten von einem möglichen Suizidversuch des Piloten, während die israelische Regierung eine Entführung ausschließt.
Ein Flydubai -Flug von Dubai nach Tel Aviv löste über Saudi-Arabien einen Entführungsnotruf aus und musste in Tabuk notlanden. Israelische Medien berichten von einem möglichen Suizidversuch eines Piloten.
Die Maschine mit der Flugnummer FZ1073 startete um 7:05 Uhr Ortszeit in Dubai und sollte gegen 9:30 Uhr am Flughafen Ben Gurion landen. An Bord befanden sich 174 Passagiere, darunter 27 Kinder. Nach etwa eineinhalb Stunden setzte das Flugzeug zunächst den internationalen Notrufcode 7700 und anschließend den Code 7500 ab. Letzterer weist auf eine mögliche Entführung hin.
Die Maschine befand sich zu diesem Zeitpunkt im Sinkflug, änderte ihren Kurs und flog zurück in Richtung Saudi-Arabien. Nach dem Flug über das Land setzte sie ihren Kurs nach Westen fort und flog schließlich nach Tabuk, wo sie sicher landete. The spokesperson for Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu said Wednesday that the incident involving a Flydubai aircraft carrying Israeli passengers, which led to the flight changing course, returning, and then landing in Saudi Arabia, was not a hijacking.
Israeli media also…Während des Fluges sank die Maschine laut von CNN ausgewerteten Flugverfolgungsdaten innerhalb von gut zwei Minuten von 34.000 auf 16.600 Fuß. Das entspricht einem Höhenverlust von rund 17.400 Fuß oder etwa 5300 Metern. Danach stieg die Flughöhe zunächst wieder auf 21.650 Fuß, bevor die Maschine erneut auf unter 14.000 Fuß sank. Auch danach kam es noch zu Schwankungen bei der Flughöhe.
Während dieser Zeit konnten die israelischen Behörden keinen Kontakt zum Cockpit herstellen. Noch während die Situation unklar war, stiegen israelische Kampfjets auf, um das Flugzeug abzufangen. Das bestätigte das israelische Militär später. Auch am Flughafen Ben Gurion wurden Sicherheitsmaßnahmen getroffen.
Die Abflüge wurden vorübergehend eingestellt, anschließend wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Nach der sicheren Landung in Tabuk teilte die israelische Regierung mit, dass sie nicht von einer Entführung ausgehe. Ein israelischer Beamter bestätigte gegenüber Reuters zugleich, dass es eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen den beiden Piloten gegeben habe. Nach der Landung berichteten Passagiere von chaotischen Szenen.
Einige schilderten Schreie aus dem vorderen Bereich des Flugzeugs und Blut im Cockpit. Eine Passagierin namens Maryam berichtete dem israelischen Sender i24NEWS: „Wir haben Schreie im Flugzeug gehört. Dann öffneten sie das Cockpit, wir sahen Blutmengen, und jemand stach mit einem Messer auf den Piloten ein. Wir hatten das Gefühl, gleich abzustürzen.
Ein Arzt und eine Krankenschwester waren an Bord, die dem Piloten Erste Hilfe leisteten. Die Israelis überwältigten den Messerstecher zusammen mit der Besatzung, und wir machten eine Notlandung. Es gab auch Momente, in denen wir dachten, wir würden da nicht lebend rauskommen.
“ Mehrere Passagiere sollen der Besatzung dabei geholfen haben, einen Angreifer zu überwältigen. Laut Channel 12 befanden sich auch Piloten unter den Passagieren. Diese sollen bei der Landung der Maschine geholfen haben. Was sich im Cockpit genau abspielte und welche Rolle die beiden Piloten jeweils hatten, war zunächst unklar.
Israelische Medien berichteten über unterschiedliche Versionen. Bei den beiden Männern soll es sich um einen Piloten russischer und einen Copiloten ukrainischer Herkunft handeln. Laut „Jerusalem Post“ soll der ukrainische Copilot den russischen Piloten mit einem Messer verletzt haben, um einen Absturz zu verhindern. Ynet berichtete unter Berufung auf eine israelische Quelle hingegen von dem Verdacht, dass einer der beiden Piloten das Flugzeug zum Absturz bringen wollte.
Der andere soll dies mit Unterstützung israelischer Passagiere verhindert haben. Daneben wurde eine weitere Version bekannt: Demnach soll der Copilot den Piloten mit einem Messer verletzt und anschließend selbst versucht haben, die Maschine zum Absturz zu bringen. Crewmitglieder und einige Passagiere sollen ihn daran gehindert haben. Die Rolle des Copiloten wird inzwischen genauer untersucht.
Ein hochrangiger israelischer Offizieller erklärte gegenüber der „Times of Israel“, dass sich die Hinweise häuften, wonach der Copilot das Flugzeug zum Absturz bringen wollte. Der Vorfall führte in Israel zu einer dringenden Sicherheitsberatung. Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz beriefen nach Angaben der „Jerusalem Post“ eine entsprechende Besprechung ein. Auch Generalstabschef Ejal Zamir führte laut dem israelischen Militär eine Lagebesprechung mit ranghohen Kommandeuren durch.
Daran beteiligt waren unter anderem der Chef der Luftwaffe und der Chef des Militärgeheimdienstes. Flydubai bestätigte einen Vorfall an Bord und teilte mit, dass alle Passagiere sicher seien. Die Airline kündigte an, ein weiteres Flugzeug nach Tabuk zu schicken, um die Passagiere abzuholen und anschließend nach Israel zu bringen.
„Unsere Teams arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen“, teilte Flydubai mit. „Weitere Informationen werden veröffentlicht, sobald zusätzliche bestätigte Details vorliegen. “
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