Flydubai-Copilot: Verdächtiger zuvor aus früherem Job entlassen

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Flydubai-Copilot: Verdächtiger zuvor aus früherem Job entlassen
Hamam Al Hammamis, Flydubai, Tel Aviv

Der Copilot, der einen Flydubai-Piloten auf dem Flug nach Tel Aviv verletzt haben soll, war zuvor aus Sicherheitsgründen bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden. Die Ermittlungen dauern an.

Der Copilot, der den Piloten des Flydubai -Flugs von Dubai nach Tel Aviv am Mittwoch verletzt haben soll, ist US-Medien zufolge zuvor wegen Sicherheitsbedenken aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden. Der mutmaßliche Angreifer, Hamam Al Hammamis aus dem Oman, soll ein religiöser Fanatiker sein. Die emiratischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet; das Motiv und die Absichten des Mannes sind noch ungeklärt. Der 29-Jährige befindet sich inzwischen in den Emiraten und kooperiert laut ABC News mit den Ermittlungsbehörden.

Hintergrund: Frühere Entlassung und Sicherheitsbedenken

Nach Informationen des US-Senders ABC News war bei Al Hammamis extremistisches Material festgestellt worden, als er 2024 als Copilot-Auszubildender bei der Fluggesellschaft im Oman beschäftigt war. Der Mann durfte jedoch weiterhin in einer Verwaltungsfunktion dort arbeiten. Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der 29-Jährige zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe.

Auf einem Social-Media-Profil, das Al Hammamis zugeordnet wird, sollen Videos von Ayman al-Zawahiri, dem Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida nach dem Tod von Osama bin Laden, und Bilder von Humam Khalil Abu-Mulal al-Balawi zu sehen sein, einem Anhänger von al-Qaida, der 2009 bei einem Selbstmordattentat neun Menschen tötete. Auf seinem LinkedIn-Profil sollen Stunden nach der Gewalttat zwei Posts abgesetzt worden sein. Wer diese veröffentlicht hat und ob sie im Voraus geplant gewesen waren, ist unklar.

Der Vorfall an Bord des Flydubai-Fluges

Der Flug der emiratischen Gesellschaft war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Copiloten auf seinen Kollegen Smit Machchhar kam. Dieser schaffte es nach eigenen Angaben trotz schwerer Verletzungen, die Cockpittür zu öffnen und die sinkende Maschine abzufangen. Mehrere Passagiere drangen ins Cockpit ein und konnten den Angreifer überwältigen. Der festgenommene Copilot soll angedeutet haben, dass er die Absicht gehabt habe, das Flydubai-Flugzeug in Israel zum Absturz zu bringen. Für die Fluggesellschaft soll der 29-Jährige seit etwa acht Monaten gearbeitet haben.

Reaktionen und laufende Ermittlungen

Die israelische Regierung geht bereits von einem jihadistischen Terroranschlag aus. Auch ein hochrangiger Regierungsvertreter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sprach im Kontext der Gewalttat jüngst von Terrorismus. Die emiratischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, und ABC News zufolge versuchen die Ermittler aktuell herauszufinden, wie es Al Hammamis dennoch gestattet worden sei, für Flydubai zu fliegen. Das Motiv und die Absichten des mutmaßlichen Angreifers sind noch immer ungeklärt.

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