TEL AVIV. Ein Flug von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Israel ist am Mittwoch nach Saudi-Arabien umgeleitet worden. Grund dafür war offenbar ein Handgemenge zwischen den Piloten. Erste unbestätigte israelische Medienberichte sprachen von einem versuchten Absturz.
Das Flugzeug der Airline Flydubai setzte zeitweilig ein Signal ab, das auf einen unrechtmäßigen Eingriff hindeutete. Schließlich landete es in Tabuk im Nordwesten von Saudi-Arabien.
Nach Medienberichten soll es sich bei dem Piloten um einen Russen und bei dem Copiloten um einen Ukrainer handeln. Ein israelischer Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Piloten hätten die Notrufe nach einer körperlichen Auseinandersetzung abgesetzt. Der israelische Sender N12 berichtete mit Berufung auf israelische Vertreter von Hinweisen, wonach der Copilot das Flugzeug habe zum Absturz bringen wollen. Aus dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu hieß es, es handle sich vermutlich nicht um eine Entführung.
Die Fluggesellschaft Flydubai teilte mit, es habe einen Zwischenfall an Bord gegeben. Die Maschine sei sicher gelandet und alle Passagiere seien wohlauf. Die Mutter einer Passagierin gab an, ihre Tochter habe am Telefon von Schreien und einem Mann mit einem Messer berichtet, der einen der Piloten attackiert habe. Netanyahus Büro erklärte, die Situation sei unter Kontrolle.
Zudem werde versucht, die israelischen Passagiere nach Israel zurückzubringen. Israel und Saudi-Arabien unterhalten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen. Flydubai fliegt täglich zwischen Dubai und Tel Aviv. Im September 2025 war eine Maschine der Fluggesellschaft wegen eines medizinischen Notfalls in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad gelandet.
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