Um Fifa-Chef Gianni Infantino zu stürzen, braucht Europas Fußball einen Präsidentschaftskandidaten für die Wahl. Doch wer bleibt übrig nach den Absagen von Aleksander Čeferin und Nasser Al-Khelaifi?
Um Fifa-Chef Gianni Infantino zu stürzen, braucht Europas Fußball einen Präsidentschaftskandidaten für die Wahl. Doch wer bleibt übrig nach den Absagen von Aleksander Čeferin und Nasser Al-Khelaifi?
Eines muss man Fifa-Präsident Gianni Infantino lassen: Er hat den höchsten Funktionärsjob im Weltfußball so wenig attraktiv wie noch nie gemacht. Denn für Europa und seine Concacaf-Verbündeten wie die USA, Kanada und Mexiko steht zwar fest: Der Schweizer soll nach dem versuchten Alleingang des WM-Rechteverkaufs nicht länger die höchste Position im Weltverband bekleiden . Doch um Infantinos Wiederwahl beim kommen Fifa-Kongress am 18. März in Rabat zu verhindern, braucht es einen Gegenkandidaten.
Und bislang will sich keiner dafür finden. Ursächlich dahinter steckt die Fifa-Mathematik: 211 Mitgliedsverbände gibt es, für eine Kür im ersten Wahlgang ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit von 141 nötig. Ab dem zweiten Durchgang reicht dann eine einfache Mehrheit. In dieser angespannten Phase steigt nur in diesen Ring, wer auf entsprechenden Rückhalt hoffen darf.
Es hat einen Grund warum sich letztmals 1974 mit Stanley Rous ein amtierender Fifa-Chef an der Wahlurne geschlagen geben musste . 2019 und 2023 gab es für Infantino keinen Gegenkandidaten, wurde er jeweils per Akklamation, also Applaus, im Amt bestätigt.mit scharfen Worten abgewiegelt: „Der Fußball braucht keine Kaiser.
“ Seit 2016 steht der Rechtsanwalt aus Ljubljana der mächtigsten Konföderation vor und Čeferin weiß deshalb, dass er in der aktuellen Schlangengrube nur verlieren würde. Wenn Afrika, Asien und die Karibik von Infantino abweichen, dann nicht für einen anderen Europäer.aus Katar als eine gangbare Kompromisslösung kolportiert.
Als Präsident von Champions-League-Sieger Paris St. Germain sowie als Vorsitzender der europäischen Klubvereinigung genießt der 52-Jährige ein hohes Standing in Europa und verfügt zugleich über beste Kontakte in den Nahen Osten, wo die WM-Gastgeber Katar und Saudi-Arabien und damit die derzeit spendabelsten Fifa-Geldgeber zuhause sind. Für die globale Fußballfamilie dürfte er dennoch zu viel Stallgeruch nach Čeferin haben, er sei „nicht der Richtige“, erklärte also Al-Khelaifi und winkte für eine Kandidatur ab: „Ich habe null Ambitionen und null Interesse.
“, der Asiens Konföderation AFC vorsteht. Auch der 60-Jährige dürfte es sich nicht mit seinen finanzstarken Regionalmächten verscherzen wollen, zumal er bereits die bittere Erfahrung gemacht hat: 2016 stellte er sich der Fifa-Wahl und musste sich Infantino im zweiten Durchgang geschlagen geben. Scheich Salman bin Ibrahim Al-Khalifa, hier bei einem Fifa-Kongress 2024, musste sich 2016 schon einmal Gianni Infantino bei der Präsidentschaftswahl geschlagen geben. , doch ein offizielles Statement dazu gibt es nach wie vor nicht.
Immerhin, also auch keine Absage. Allerdings stehen in Nord-, Mittelamerika und der Karibik im Februar Neuwahlen an, und es mehren sich die Gerüchte, dass dem Kanadier das Risiko am Ende mit gar keinem Posten mehr dazu stehen, zu hoch sein dürfte. Zumal insbesondere die Karibik-Inseln sich offenbar doch mit einer lukrativen Verlängerung Infantinos anfreunden könnten. Aussichtsreich wäre eine Kandidatur aus Afrika, das über 54 Stimmen und damit die zweitmeisten nach Europa verfügt.
Obgleich die Unterstützung für Infantino inzwischen nicht mehr so geschlossen sein soll, haben sich mit CAF-Präsident Patrice Motsepe und dessen Vize Fouzi Lekjaa , die mächtigsten Player des Kontinents bislang öffentlich hinter den Fifa-Chef gestellt. Südamerika ist trotz großer Fußballtradition wie Ozeanien zu klein, um den Widerstand anzuführen, sie könnten am Ende aber natürlich zum Zünglein an der Waage werden.
Soccer Football - FIFA World Cup 2026 - Final - Spain v Argentina - New York/New Jersey Stadium, East Rutherford, New Jersey, U.S. - July 19, 2026 The World Cup trophy is seen as Argentina's Lionel Messi embraces CONCACAF President Victor Montagliani after receiving his runners up medal REUTERS/Dylan Martinez
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Nasser Al-Khelaifi schließt Kandidatur für FIFA-Präsidentschaft ausDer Präsident von Paris Saint-Germain und der europäischen Klubvereinigung EFC, Nasser Al-Khelaifi, hat eine Kandidatur gegen Gianni Infantino oder für das Amt des FIFA-Präsidenten ausgeschlossen. Er erklärte, kein Interesse an einer Position innerhalb der FIFA zu haben und sich nicht für die Nachfolge oder Herausforderung des umstrittenen Präsidenten zu bewerben. Infantino steht wegen der geplanten Investorenpläne bei der Fußball-WM 2026 und seines Führungsstils unter starkem Druck. Auch UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, der als einer der wichtigsten Kritiker Infantinos gilt, hat eine eigene Kandidatur zurückgewiesen.
Weiterlesen »
Rumäniens Präsident Dan lehnt vorgezogene Neuwahlen abRumäniens Präsident Nicușor Dan lehnt nach dem Scheitern der designierten Regierung von Ilie Bolojan und Adrian Vestea vorgezogene Neuwahlen ab. Zuvor hatten nur 182 Abgeordnete dem Kabinett ihr Vertrauen ausgesprochen, während 233 Stimmen erforderlich gewesen wären. Angesichts der starken Unterstützung für die rechtspopulistische AUR fürchtet Dan einen Wahlsieg der Partei und eine weitere Zuspitzung der politischen Krise. Als nächsten Schritt könnte er den PSD-Chef Sorin Grindeanu mit der Regierungsbildung beauftragen.
Weiterlesen »
Warum die FPÖ im Netz einen klaren Vorteil hatTikTok, Instagram und Co. sind längst Teil des politischen Wettbewerbs. Parteien kämpfen um Aufmerksamkeit, Reichweite und den direkten Draht zu den ...
Weiterlesen »
Präsident nennt Russland „Zwerg“: Moskau sauerBundespräsident Alexander Van der Bellen nahm sich zuletzt schon in Sachen Israel kein Blatt vor den Mund. Nun hat er Russland als „Zwerg“ bezeichnet ...
Weiterlesen »
