Im Fall um Kabarettist Günther „Gunkl“ Paal gibt es neue Details: Die MA 11 nahm der Mutter ihre beiden Kinder wegen einer festgestellten Gefährdung ab.
Im Fall um den wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und Besitzes von bildlichem sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial angeklagten Kabarettisten Günther „ Gunkl “ Paal sind am Donnerstag weitere Einzelheiten bekannt geworden.
Das betroffene Kind – ein im März 2021 geborenes Mädchen – wurde der Mutter abgenommen, weil diese gemeinsam mit 19 Hunden in einem Haushalt lebte. Sie soll ihre Tochter und ihren drei Jahre alten Sohn aus Überforderung vernachlässigt haben. Die Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Wien ortete Gefahr im Verzug und schritt aus Sorge um das Wohl der Kinder ein.
Einen Zusammenhang zu der inkriminierten, von Paal zugestandenen geschlechtlichen Handlung gebe es nicht, bestätigte Wolfgang Wendt, der Rechtsvertreter der 42-Jährigen, der APA.
„Das Mädchen ist in einem Kriseninterventionszentrum, der Bub lebt bei Pflegeeltern“, berichtete Wendt. Ich bin einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Paal hatte die 42-jährige Frau, die in Wien ein Massagestudio betreibt, über eine Plattform im Internet kennengelernt, wo sie laut Wendt gemeinsam mit ihrer Mutter sexuelle Dienstleistungen anbot.
Paal unterhielt mehr als zehn Jahre mit beiden Frauen eine familiäre Beziehung, wie Fotos von gemeinsamen Geburtstagsfeiern und anderen Festivitäten belegen. Beide Frauen hätten den Kabarettisten gemocht, schilderte Wendt: „Die Großmutter war in ihn verliebt. Sie hat sich immer gefreut, wenn er gekommen ist. Weil er lustig war.
“Paal habe die Frauen bezahlt, losgelöst davon ihnen aber auch Geschenke gemacht: „Der Tochter hat er zum 30. Geburtstag ein neues Bett geschenkt.
“ Als es zu der geschlechtlichen Handlung mit der damals fast vierjährigen Tochter kam, hätten die Frauen das als „Bruch“ erlebt, schilderte Wendt. So sei es zu den Erpressungen gekommen, zu denen seine Mandantinnen geständig seien: „Wir werden keinen Einspruch gegen die Anklage machen.
“Ich bin einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Der Laptop, den Paal stets zu den Treffen mit den beiden Frauen mitnahm, dürfte übrigens verschwunden sein. Bei der beim Künstler vorgenommenen Hausdurchsuchung wurde nur ein deutlich älterer PC sichergestellt, auf dem 960 Bilddateien und 19 Videodateien mit sexualbezogenen Darstellungen mündiger und unmündiger Minderjähriger abgespeichert waren.
Paal hatte sich im Mai 2026 an die Polizei gewandt, nachdem er den Frauen 159.000 Euro bezahlt hatte. Die Zahlungen erfolgten stets in bar, übergeben wurden die Banknoten in Kuverts. Die Polizei begann ab Paals Selbstanzeige, die Telefonate der beiden Frauen abzuhören.
„Zu Weihnachten muss er wieder was zahlen“, sagte die 42-Jährige kurz vor ihrer Festnahme. Diese erfolgte Anfang Juni am Wiener Hauptbahnhof, als Paal weitere 30.000 Euro überreichen sollte.
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