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Experte in ZiB 2 über Iran-Abkommen: 'Ob Trump etwas Vernünftiges erreicht hat, ist offen“

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Experte in ZiB 2 über Iran-Abkommen: 'Ob Trump etwas Vernünftiges erreicht hat, ist offen“
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WIEN. Donald Trump spricht von einem Erfolg und kündigt die Öffnung der Straße von Hormus an, Sicherheitsexperte Nico Lange warnte in der 'ZiB 2' jedoch vor überzogenen Erwartungen.

Die USA und der Iran haben ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung ihres Krieges verkündet. Am Freitag soll die Absichtserklärung in der Schweiz offiziell unterzeichnet werden.

US-Präsident Donald Trump zufolge soll die strategisch wichtige Straße von Hormuz am Freitag wieder geöffnet werden. Zudem habe er die Aufhebung der Blockade iranischer Häfen angeordnet. Der deutsche Außenpolitik- und Sicherheitsexperte Nico Lange sieht das jüngste Abkommen zwischen den USA und dem Iran kritisch. In der"ZiB 2“ bei Armin Wolf sprach er von einer Absichtserklärung, die zwar den Weg zu weiteren Verhandlungen ebnen könne, von einem Friedensabkommen sei man jedoch noch weit entfernt.

"Wohlgemerkt, das ist kein Friedensabkommen und damit auch kein Durchbruch", so der Experte. Zugleich kritisierte er, dass wesentliche Punkte weiterhin ungeklärt seien. Über das iranische Atomprogramm oder das Raketenprogramm sei bislang nichts bekannt. Auch zu Fragen rund um die Straße von Hormus gebe es lediglich vage Aussagen.

Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, warum die Verhandlungen so lange gedauert hätten. Zu Beginn sei der Krieg aus Sicht der USA und Israels durchaus erfolgreich verlaufen, sagte Lange. Führende Vertreter des iranischen Regimes sowie militärische Einrichtungen seien getroffen worden. Danach habe sich die Lage jedoch verändert.

Trump habe dem Iran weitreichende Zugeständnisse in Aussicht stellen müssen, um überhaupt eine Vereinbarung zu erreichen. Dazu zählten die Freigabe erheblicher Vermögenswerte, die Lockerung von Ölsanktionen sowie Zusagen zur Aufhebung weiterer Strafmaßnahmen.

"Aus einer Position der Stärke ist eher eine Position der Schwäche geworden für Trump", sagte Lange. Als bemerkenswert bezeichnete Lange auch Trumps Kommunikation zur Straße von Hormus. Der US-Präsident habe über sein eigenes soziales Netzwerk praktisch die freie Passage durch die wichtige Wasserstraße verkündet. Tatsächlich könnten die USA lediglich ihre Beschränkungen gegenüber iranischen Häfen lockern.

Gleichzeitig gebe es Hinweise darauf, dass der Iran und möglicherweise auch der Oman weiterhin Gebühren verlangen wollen. Das entspreche nicht den Erwartungen vieler Beobachter. Schadenfreude über die Schwierigkeiten von US-Präsident Donald Trump sei aus europäischer Sicht nicht angebracht, betonte Lange. Auch frühere Vereinbarungen seien nicht unbedingt erfolgreich gewesen.

Hinsichtlich möglicher neuer Verhandlungen über das iranische Atomprogramm äußerte sich Lange zurückhaltend. Frühere Vereinbarungen sollten nicht verklärt werden, sagte der Sicherheitsexperte. Gleichzeitig sei offen, ob Präsident Trump mit dem aktuellen Abkommen tatsächlich einen nachhaltigen Erfolg erzielt habe. Positiv bewertete Lange, dass mehrere Staaten der Region in die Gespräche eingebunden seien.

Skeptisch zeigte er sich jedoch bei der Umsetzung: Es sei wenig wahrscheinlich, dass die USA und der Iran ausreichend Einfluss hätten, um auch das Verhalten Israels und der Hisbollah dauerhaft zu steuern. Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

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