'Energy Drink' soll verschwinden: Red Bull klagt in Indien

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'Energy Drink' soll verschwinden: Red Bull klagt in Indien
Energy Drink, Fssai, Getränke

Indien verbietet die Bezeichnung „Energy Drink“. Red Bull zieht dagegen vor Gericht und warnt vor Folgen für seine Investitionen.

Indien s Lebensmittelbehörde untersagt Herstellern die Bezeichnung „ Energy Drink “. Red Bull zieht deshalb vor das Delhi High Court und warnt vor Folgen für das Geschäft. Red Bull geht in Indien juristisch gegen eine Entscheidung der Lebensmittelaufsicht vor.

Der österreichische Getränkehersteller wirft der Food Safety and Standards Authority of India vor, die Bezeichnung „Energy Drink“ verboten zu haben, ohne dem Unternehmen zuvor eine entsprechende Warnung oder Anhörung zukommen zu lassen. Das geht aus einer Klage hervor, die Reuters einsehen konnte. Indien hatte im Juni angeordnet, dass Hersteller von koffeinreichen Getränken, die als „Energy Drinks“ verkauft werden, diese Bezeichnung nicht mehr verwenden dürfen. Betroffen sind unter anderem Red Bull, Pepsi mit Sting und Monster Beverage.

Red Bull argumentiert, dass der Begriff international anerkannt sei. Gleichzeitig habe sich am zugrunde liegenden Produktstandard nichts geändert. Aus Sicht des Unternehmens sorgt das Vorgehen daher für erhebliche regulatorische Unsicherheit und gefährdet bestehende sowie geplante Investitionen. In seiner Eingabe an das Delhi High Court vom 25.

September erklärte Red Bull laut Reuters, die zuständigen Behörden hätten bei dem Verbot die vorgesehenen rechtlichen Verfahren nicht eingehalten. Das Unternehmen sieht darin zudem einen Widerspruch zu Indiens erklärtem Ziel, internationale Handelsbeziehungen zu fördern, Investitionen anzuziehen und Unternehmen mehr Planungssicherheit zu geben. Die indische Lebensmittelbehörde will die Entscheidung vor Gericht verteidigen. Eine mit der Angelegenheit vertraute Regierungsquelle erklärte laut Reuters, die FSSAI habe die Verwendung der Bezeichnung „Energy Drinks“ auf den entsprechenden Etiketten historisch nie erlaubt.

Red Bull hält dagegen, dass das abrupte Verbot seinen gesamten Geschäftsbetrieb erheblich beeinträchtige. Nach Angaben des Unternehmens könnten sowohl laufende als auch geplante kommerzielle Investitionen darunter leiden. Der Rechtsstreit reiht sich in eine deutlich verschärfte Kontrolle der Lebensmittelbranche in Indien ein. In den vergangenen Monaten haben mehrere international bekannte Unternehmen rechtliche Schritte gegen die Aufsicht eingeleitet.

Die Behörden setzen dabei unter anderem auf unangekündigte Kontrollen und eine strengere Überprüfung der Einhaltung von Vorschriften. Für die Hersteller steht in Indien viel auf dem Spiel. Nach Schätzungen von Euromonitor wachsen die Einzelhandelsumsätze mit Energy Drinks dort derzeit um 12,6 Prozent pro Jahr. Damit entwickelt sich der Markt schneller als in den USA und China.

Besonders stark nahm das Geschäft nach dem Start von Pepsis Sting im Jahr 2017 zu. Die günstigen 20-Rupien-Flaschen wurden laut Euromonitor auch bei 15- bis 19-Jährigen populär. Red Bull erzielte in Indien 2024 einen Umsatz von 130 Millionen Dollar. Damit lag der Umsatz laut Reuters mehr als doppelt so hoch wie vier Jahre zuvor.

Der gesamte indische Markt könnte Euromonitor zufolge bis 2028 ein Volumen von 1,6 Milliarden Dollar erreichen. Energy Drinks stehen international immer wieder in der Kritik. Einige Aufsichtsbehörden beschäftigen sich mit dem hohen Koffeingehalt sowie mit Zucker und Taurin, einer Aminosäure. Auch in England gelten künftig strengere Regeln.

Dort soll der Verkauf von Energy Drinks mit hohem Koffeingehalt an unter 16-Jährige ab April 2027 verboten werden, wie Reuters berichtet.

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