Fünf Jahre Rechtsstreit sind ausgestanden, die Arbeit an der neuen Verbindungsbahn in Wien kann beginnen. Dass das zehn Jahre Belastungen bedeutet, ...
Verkehrsminister Peter Hanke, Stadträtin Ulli Sima und ÖBB -Chef Andreas Matthä räumten – statt eines Spatenstichs – zum Baustart symbolisch Schranken weg. Fünf Jahre Rechtsstreit sind ausgestanden, die Arbeit an der neuen Verbindungsbahn in Wien kann beginnen.
Dass das zehn Jahre Belastungen bedeutet, gibt auch ÖBB-Chef Matthä zu. Danach, so ist er sich aber mit Verkehrsminister Hanke und Mobilitätsstadträtin Sima sicher, werden alle die neue Verkehrsachse lieben. Die Erleichterung war ÖBB-Chef Andreas Matthä, Verkehrsminister Peter Hanke und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima ins Gesicht geschrieben: Dass zehn Jahre nach dem Beschluss – davon fünf Jahre Prozesse mit Projektgegnern – nun der Bau der neuen Verbindungsbahn startet, ließ nur bei Sima kurz Ärger über die „inakzeptable“ Verfahrensdauer aufkommen.
Abgesehen davon herrschte durchwegs Feierlaune, auch bei Hanke, der trotz Sparbudget-Zeiten die „gewaltige Summe“ von mehr als einer halben Milliarde Euro dafür locker machte. Hanke und Sima waren sich einig, dass die Bedeutung der Verkehrsachse noch unterschätzt wird: Die Verkehrsachse sei die „bestmögliche Lösung für die Stadt von morgen“ und verspreche kommenden Generationen ein „herrliches“ Plus an Lebensqualität, versprach Hanke.
Auch Sima unterstrich: „Verbindungsbahn klingt ein bisserl nach Peripherie“, dabei sei die S-Bahn-Strecke mit ihrer Anbindung an alle U-Bahnen, den Hauptbahnhof und den Osten Wiens essenziell für Wiens Öffi-Netz – ganz zu schweigen davon, dass so die Idee eines S-Bahn-Rings um Wien machbar wäre. Allein in die neue Verbindungsbahn werden Schätzungen zufolge aber rund 20.000 Menschen täglich ein- und aussteigen – und damit auch mehr Platz in anderen Öffis schaffen. Das sei eine „Win-Win-Situation für alle“.
Bis dahin wird es aber noch dauern: Zehn Jahre Bauzeit sind für die fünf Kilometer lange Strecke zwischen Hütteldorf und Meidling veranschlagt. Die ÖBB arbeiten dabei auch in diese Richtung: Gerade die umkämpfte Hochtrasse durch einen Teil von Hietzing wird damit im ersten Bauabschnitt während der nächsten vier Jahre in Angriff genommen – im nächsten Frühjahr sollen schon Rohbauten stehen. Stück für Stück sollen damit auch die Bahnkreuzungen in Hietzing wegfallen.
Die Lebenszeit, die ich an geschlossenen Schranken in Jagdschlossgasse, Auhofstraße und Hietzinger Hauptstraße verbracht habe, hätte ich gerne zurück. Die Verzögerungen haben das Projekt verkompliziert, weil es nun mit der Sperre der S-Bahn-Stammstrecke zusammenfällt und die Verbindungsbahn zum Teil als Ausgleich dafür herhalten muss. Die Projektverantwortlichen zeigten sich trotzdem zuversichtlich, den Zeitplan einhalten zu können: den zweiten Bauabschnitt bis zur Station Speising bis 2032, den letzten bis Ende 2036.
ÖBB-Chef Matthä zeigte Verständnis für die Sorgen der Anrainer: „Man wird’s merken, keine Frage. Da bitte ich jetzt schon um Verständnis – aber dafür wird’s nachher wirklich cool.
“ Auch während der Bauphase möge man bedenken, dass es allen Beteiligten „um das Bemühen geht, das Leben der Menschen besser zu machen. “User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.
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