Opferzahl in Pakistan steigt: Einsatzkräfte ziehen weitere Leichen aus Moschee
Der Anschlag war am Montag während des Nachmittagsgebets in der Moschee in der nahe der afghanischen Grenze gelegenen Stadt verübt worden. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Bei den Opfern handelt es sich hauptsächlich um Polizisten. Das Polizeipräsidium von Peshawar ist einer der am stärksten gesicherten Orte der Millionenstadt. In dem Gebäude sind auch Büros des Geheimdienstes und der Anti-Terror-Einsatzkräfte untergebracht.
In den vergangenen Monaten hatte es in Peshawar wiederholt Angriffe, insbesondere auf Sicherheitskräfte, gegeben. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat ist in der Region aktiv. Im März 2022 hatte ein Selbstmordattentäter der IS einen Anschlag auf eine Moschee der schiitischen Minderheit in Peshawar verübt, bei dem 64 Menschen getötet worden waren. Es war der verheerendste Anschlag in Pakistan seit 2018.
Auch der pakistanische Zweig der radikalislamischen Taliban, der unter dem Namen Tehreek-e-Taliban Pakistan firmiert, ist in der Region aktiv. Die radikal-sunnitische Gruppierung ist nicht mit der Taliban-Regierung in Afghanistan verbunden, beide haben aber gemeinsame Wurzeln.
In den Jahren danach hatte sich die Sicherheitslage in Peshawar zunächst erheblich verbessert. Die 2007 gegründete TTP war nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan wiedererstarkt. Im vergangenen Jahr bekannte sie sich zu mehreren Anschlägen in Pakistan, die sich vor allem gegen Sicherheitskräfte richteten. Eine monatelange Feuerpause zwischen TTP und pakistanischer Regierung war im November ausgelaufen.
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