Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften im üblicherweise gut geschützten Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach ukrainischen Angaben am Montag eine Frau getötet worden. Sechs Personen seien verletzt worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften im üblicherweise gut geschützten Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach ukrainischen Angaben am Montag eine Frau getötet worden.
Sechs Personen seien verletzt worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Ziel einer russischen Angriffsserie auf Kiew sei auch eine Klinik gewesen. Auf Videos war dichter Rauch zu sehen, der aus den Fenstern des Gebäudes der Akademie der Wissenschaften drang, während die Feuerwehr versuchte, die Flammen zu löschen. Menschen drängten sich in den Fensterstöcken, um den Flammen und dem Rauch zu entkommen.
Auf der Straße vor dem Gebäudekomplex in Kiew brannten mehrere Autos. Die Akademie der Wissenschaften, die nahe der Nationaloper, mehrerer Regierungsgebäude und der deutschen Botschaft liegt, verurteilt den Angriff als „russischen Terror“ und „Barbarei“. Die Attacke habe sich gegen „friedliche Menschen, die einfach nur an ihren Arbeitsplätzen waren“ sowie „die ukrainische Wissenschaft, Bildung und Kultur“ gerichtet. Das deutsche Auswärtige Amt in Berlin verurteilte den Angriff „auf das Schärfste“.
Russland nehme „erneut zivile Todesopfer und Verletzte in Kauf – auch in unmittelbarer Nähe unserer Botschaft“, erklärte das Auswärtige Amt auf der Plattform X: „Wir unterstützen die Ukraine weiter.
“ Unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie befindet sich der Hauptsitz des Telekommunikationsunternehmens Ukrtelecom. Selenskyj erklärte, bei einem weiteren Angriff auf Kiew sei eine medizinische Einrichtung getroffen worden. Die private Klinikkette Dobrobut bestätigte der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine einen Einschlag in einer Einrichtung. Das Nachrichtenportal Ukrajinska Prawda berichtete, dass sieben Personen verletzt worden seien, sechs von ihnen seien Angestellte des Krankenhauses.
Nach ukrainischen Angaben nahm die russische Armee zuletzt verstärkt kulturelle Einrichtungen, Regierungs- und Geschäftsgebäude sowie Schulen ins Visier. Dabei setzt Moskau offenbar verstärkt auf neuartige Drohnen, die schneller fliegen und schwieriger abzufangen sind. Anfang September hatte eine Drohne im Zentrum Kiews das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes SBU getroffen. Auch außerhalb von Kiew gab es Opfer durch russische Angriffe: Drei Menschen wurden nach Angaben von Gouverneur Olexandr Hanscha in der Stadt Dnipro getötet.
Eine Person sei in Synelnykowe getötet worden. In der nordostukrainische Metropole Charkiw wurden mindestens 43 Menschen verletzt, erklärte Regierungschef Serhij Korezky. Darunter seien elf Kinder. Korezky zufolge wurde außerdem eine Eisfabrik in der Region Schytomyr westlich von Kiew beschädigt, zudem seien Wohngebäude in verschiedenen Teilen des Landes beschädigt worden. 30 Zivilisten und Zivilistinnen wurden nach Angaben der örtlichen Militärverwaltung bei Angriffen auf Saporischschja im Südosten der Ukraine verletzt.
In der ukrainischen Grenzregion zu Polen gab es nach Angaben der Regierung in Warschau erneut eine Drohnenattacke unweit eines Grenzübergangs.
„Ein weiterer Angriff Russlands auf die Westukraine. Eine düsengetriebene Drohne hat auf ukrainischer Seite etwa zwei Kilometer vom Grenzübergang zu Polen in Dorohusk eingeschlagen“, teilte Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf X mit. Der Luftraum über Polen sei nicht verletzt worden. Wie das Oberkommando der polnischen Streitkräfte bekanntgab, wurde in der Region um Lublin im Südosten Polen während russischer Luftschläge gegen die Westukraine Luftalarm ausgelöst.
Dieser sei nach einer Viertelstunde wieder aufgehoben worden. Die Drohne beschädigte nach ukrainischen Angaben mit der Druckwelle der Explosion das Gebäude der Grenzkontrollstelle.
„Es liegen keine Meldungen über Verletzte oder Tote vor“, schrieb Roman Romanjuk, Leiter der Oblastverwaltung von Wolyn, auf Telegram. Er bat die Bewohner der Region, in Schutzräumen zu bleiben. In den vergangenen zwei Wochen war es in der Nähe des polnisch-ukrainischen Grenzübergangs Dorohusk-Jahodyn mehrfach zu russischen Drohnenangriffen auf dem Gebiet der Ukraine gekommen.
Außerdem wurde dort ein Passagierzug von Kiew nach Warschau angegriffen. Polens Regierung wirft Russland eine Verschärfung des Krieges gegen die Ukraine vor. Polen grenzt unter anderem an die russische Exklave Kaliningrad, das mit Russland verbündete Belarus und an die Ukraine. In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Drohnenvorfälle in osteuropäischen NATO-Ländern und auch in Moldau gegeben.
Das EU- und NATO-Mitglied Polen ist einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine und ein wichtiger Umschlagsort für militärische und humanitäre Hilfsgüter der Unterstützerländer für die Ukraine. Polen warf Russland seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 wiederholt „Sabotage“ vor. Nicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.
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