Ein Weltwunder zu errichten ist ein Klacks

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Ein Weltwunder zu errichten ist ein Klacks
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Erwin Uhrmann, 1978 geboren, ist seit 2021 Redakteur im „Spectrum“ der „Presse“. Er schreibt über österreichische und internationale Literatur, betreut die wöchentliche Lyrikrubrik und stellt in der Instagram-Serie „Bücherstapel“ regelmäßig Neuerscheinungen vor.

Eines davon sind die Hängenden Gärten von Babylon. König Nebukadnezar II. soll sie für seine Frau Amytis errichten haben lassen, weil diese sich so sehr nach den Wäldern im babylonischen Tiefland gesehnt haben soll.

In der Kunstgeschichte finden sich unzählige Abbildungen davon mit üppig wuchernden Terrassen. Allein, ob es die Gärten je wirklich gegeben hat, konnte nie eindeutig geklärt werden. Wie das eben mit Wundern so ist. Doch jetzt hat uns der Wiener Spieleverlag Piatnik ein familienfreundliches Spiel geliefert, in dem wir die Hängenden Gärten im Wettstreit errichten.

Jeder sein eigenes kleines Weltwunder, und das geht in gut 20 Minuten. Eines davon sind die Hängenden Gärten von Babylon. König Nebukadnezar II. soll sie für seine Frau Amytis errichten haben lassen, weil diese sich so sehr nach den Wäldern im babylonischen Tiefland gesehnt haben soll. In der Kunstgeschichte finden sich unzählige Abbildungen davon mit üppig wuchernden Terrassen.

Allein, ob es die Gärten je wirklich gegeben hat, konnte nie eindeutig geklärt werden. Wie das eben mit Wundern so ist. Doch jetzt hat uns der Wiener Spieleverlag Piatnik ein familienfreundliches Spiel geliefert, in dem wir die Hängenden Gärten im Wettstreit errichten. Jeder sein eigenes kleines Weltwunder, und das geht in gut 20 Minuten.

Damit es nicht langweilig wird, erhält jeder Mitspielende einen eigenen Bauplan. Nach dem antiken Vorbild haben die Gärten die typische Terrassenform. Zu achten ist auf die richtige Verlegung der Bewässerungskanäle.

Darüber hinaus ist man in der Gestaltung frei, kann Pfauen, Affen oder Löwen in die Gärten holen, unterschiedliche Blumen und Bäume pflanzen, und auch Gäste einladen, die jeweils andere Vorlieben haben, denen es zu entsprechen gilt, um Punkte zu machen. Manche Gäste wollen andere Gäste treffen, manche sehnen sich nach vielen Wasserläufen, andere wieder nach speziellen Blumen. Und so baut jeder seinen Garten, indem er Plättchen nach Bauplan vor sich ablegt. Mit Geld und Werkzeug muss man haushalten.

Denn manche der Gartenteile sind kostenlos zu erhalten, andere aber erfordern den Einsatz von Werkzeugen, damit man sie bekommt. Darüber hinaus kann man sich Verbesserungen kaufen, etwa Bäume, Tiere oder zusätzliche Blumen. Je nachdem, wie man es anlegt, kassiert man am Ende Punkte, und wer die meisten hat, gewinnt. Unerwähnt sollte in diesem Zusammenhang nicht die „7 Wonders“-Spielreihe bleiben.

Das grundlegende, kartengesteuerte Spiel „7 Wonders“ des französischen Autors Antoine Bauza wurde im Jahr 2011 von der Spiel-des-Jahres-Jury als Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet. Das Grundspiel sowie die Nachfolger drehen sich alle um den Bau der Sieben Weltwunder beziehungsweise um den Aufbau einer antiken Stadt.

Obwohl das Spiel sich in vergleichsweise kurzer Zeit, also auch schon in etwas mehr als einer halben Stunde gut spielen lässt, hat es eine erstaunliche thematische Tiefe – allein schon, weil es sich über mehrere Zeitalter zieht, man mit Rohstoffen wirtschaften und auch auf die Verteidigung seiner Stadt achten muss. Man konkurriert und interagiert und kann den Mitspielenden durchaus ein bisschen in die Suppe spucken.

„Die Hängenden Gärten“ ist im Vergleich wesentlich einfacher und präsentiert sich als Familienspiel. Konfrontativ ist es nur insofern, als man seinen Mitspielern gute Bauelemente wegschnappen kann. Der Wettbewerb bleibt jedoch immer freundlich. Die Mittelgewichtsklasse ist bei Brettspielen oft die schwierigste.

Nicht selten fehlt es an thematischer Tiefe oder zündenden Mechanismen.

„Die Hängenden Gärten“ aber wird bei uns öfter auf den Spieltisch kommen. Meine Frau legte ein Blumenparadies an, ich ließ zwei Löwen brüllen. Das war kurzweilig und auch lustig.

„Die Hängenden Gärten“ ist ein entzückendes Spiel für laue Abende. Erwin Uhrmann schreibt jeden zweiten Samstag über neue und besonders interessante Brett- und Kartenspiele, und wie es sich anfühlt, diese zu spielen.

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