Die elektronische Patientenakte gilt als das Herzstück der Digitalisierung im Gesundheitswesen, in der zunehmend mehr Daten Platz finden sollen.
In Zukunft sollen auch Patienten das Recht auf Interoperabilität erhalten und dieses gegenüber ihrer Krankenkasse durchsetzen können. Das verkündete Susanne Ozegowski, Abteilungsleiterin im Bereich Digitales und Innovation im Bundesgesundheitsministerium , auf dem 8. deutschen Interoperabilitätstag. Das Ministerium wolle über bisherige Lippenbekenntnisse hinausgehen.
Man wolle nicht mehr nur einzelne Dokumente "elektrifizieren", sondern "Versorgungsprozesse digital denken". Man wolle nicht einen elektrifizierten Mutterpass, sondern um die Frage "wie schaffe ich es, einen guten Prozess in der Vorsorge von Schwangerschaften" zu erreichen.
"Wir brauchen Gesundheitsdaten von hoher Qualität, die verfügbar sind, möglichst zeitnah", so Ozegwoski. Ansonsten würden auch keine vernünftigen Versorgungsprozesse funktionieren. Ebenso stelle das Thema Nutzer-orientierte Technologien und Anwendungen eine Art Basis dar. Dabei sei die ePA das Herzstück. Die Daten müssten zugreifbar, verfügbar, strukturiert und interoperabel sein.
Ihrer Ansicht nach brauchen Ärzte und Wissenschaftler kein Forschungsdatenzentrum, sondern eine föderierte Umgebung, bei der verschiedenen Bereiche und Plattformen zusammengeführt werden können, je nach Forschungsfragen. Die Abrechnungsdaten seien unbrauchbar und Forschungsdaten dort nicht vorhanden. Aktuell könne man mit der ePA nicht forschen, resümierte Thun.
Eines von Thuns Zielen ist es, eine zentrale Datenplattform mit Daten nach dem "FAIR"-Prinzip aufzubauen . Interoperable Datenmengen ermöglichen unter anderem KI-gestützte Analysen, Forschung und internationale Kooperation. Man brauche nicht "einen dicken Topf, wo alles reinkommt", sondern eine Community, die mit verschiedenen Organisationen, "aber auch vielleicht mit der privaten Wirtschaft" zusammenarbeitet.
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