Es ist eine große Kunst, User von Lernapps bei der Stange zu halten. Manche Anbieter beherrschen diese Kunst virtuos – und vergessen das eigentliche Ziel.
Seit drei Jahren lerne ich Niederländisch mit der Duolingo-App. Meine Erfolge können sich sehen lassen: Ich habe einen 550-Tage-Streak, insgesamt 63 002 XP gesammelt, bin seit 57 Wochen in der Diamond League, habe in sechs Achievements das höchste Level erreicht und kann für jeden Monat seit August 2021 eine lückenlose Sammlung an Badges vorweisen.Leider kann ich immer noch kein Niederländisch.
Wirklich virtuos funktioniert bei Duolingo vor allem das "Nudging", und zwar nach dem Schrotflinten-Prinzip: Alle erdenklichen Elemente der Gamification werden gleichzeitig auf die User losgelassen – irgendetwas wird schon treffen. Sozial beflissene Menschen können Freunde einladen, wettbewerbsorientierte an Challenges teilnehmen, prestigesüchtige ihren Avatar aufbrezeln, Sammlernaturen Auszeichnungen anhäufen.
Das Ärgerlichste an diesem Ansatz: Er funktioniert. Irgendwo hat eben jeder seinen weichen Fleck. Auch ich. Das ganze Punktesammeln ist mir eigentlich ziemlich wurscht. Aber aus einer einmal erreichten Liga absteigen? Niemals!Dass mich die kleinen, billigen, stets zwischendurch schnell erklickbaren Erfolgserlebnisse tatsächlich angefixt hatten, musste ich mir eingestehen, nachdem ich für ein halbes Jahr zum Konkurrenten Babbel gewechselt hatte.
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