Digitaler Beleg ab 1. Oktober: Erleichterungen bei Rechnungsmitnahme in Österreich

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Digitaler Beleg ab 1. Oktober: Erleichterungen bei Rechnungsmitnahme in Österreich
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Ab 1. Oktober gelten in Österreich Erleichterungen bei der Belegerteilung: Rechnungen können digital per E-Mail, App oder QR-Code übermittelt werden. Die Belegerteilungspflicht bleibt bestehen.

Mit 1. Oktober starteten in Österreich die Erleichterungen bei der Belegerteilung. Neben der weiterhin bestehenden Möglichkeit, die Rechnung in Papierform mitzunehmen, können diese nun auch einfacher digital übermittelt werden. Die Belegerteilungspflicht, also das Aushändigen einer Rechnung unabhängig von der Höhe des Betrags, bleibt weiterhin bestehen.

Digitale Übermittlung per E-Mail, App oder QR-Code

Die Belege können in Zukunft per E-Mail oder App – etwa in Form von digitalen Kundenkarten – direkt an die Kundin oder den Kunden weitergegeben werden. Alternativ können sie mit einem Endgerät vor Ort ausgelesen werden, etwa in Form eines QR-Codes. Diese neuen Möglichkeiten sollen den Alltag für Unternehmen und Kunden vereinfachen.

Die Erleichterungen bei der Weitergabe des digitalen Belegs dürfen jedoch keine Türen für einen möglichen Steuerbetrug darstellen. Daher wird das Amt für Betrugsbekämpfung im Finanzministerium in den ersten Wochen einen Schwerpunkt seiner Kontrollen auf die korrekte Weitergabe des digitalen Belegs legen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf bargeldintensiven Branchen liegen.

Kontrollen und Hintergrund zu Steuerbetrug

Der Anfang des Jahres aufgedeckte Registrierkassenbetrug, bei dem die Zahl der Beschuldigten mittlerweile bei mehr als 100 Personen liegt und rund 100 Terabyte an elektronischen Daten gesichert wurden, zeigt die Bedeutung der scharfen Kontrollen deutlich auf. Gleichzeitig sind auch die Kundinnen und Kunden aufgefordert, Belege – egal, ob in Papierform oder in digitaler Form – mitzunehmen. Nur so kann auch tatsächlich sichergestellt werden, dass die notwendigen Abgaben auch tatsächlich geleistet werden.

Finanzminister Markus Marterbauer betont: Der digitale Beleg sei eine zeitgemäße Form der Rechnungsmitnahme, die gleichzeitig zu weniger Papierrechnungen führen werde. Aber es gelte auch weiterhin eine klare Linie: Null Toleranz gegenüber Steuerbetrug an der Allgemeinheit. Der Kampf gegen Steuerbetrug sei ein Kampf für die Gerechtigkeit. Dazu trügen unter anderem bereits beschlossene verschiedene Maßnahmen im Bereich der Betrugsbekämpfung sowie die nun geplante Aufstockung der Betrugsbekämpfungsteams bei. Jede und jeder könne seinen Teil dazu beitragen, den überwiegenden Teil der Steuerehrlichen zu unterstützen, indem man seine Rechnungsbelege mitnehme, egal ob digital oder aus Papier. Denn nur die Mitnahme der Rechnung garantiere, dass der geleistete Steuerbetrag auch richtig ankomme.

Umweltentlastung und Vereinfachung für Unternehmen

Laut Schätzungen werden täglich rund 1500 Kilometer Rechnungen in Österreich ausgedruckt. Mit der jährlichen Menge kann damit etwa die Fläche der gesamten Stadt Steyr mit Rechnungen zugedeckt werden. Mit den Erleichterungen rund um den digitalen Beleg, der Vereinfachungen für Unternehmen und der damit verbundenen Verringerung der Papierbelegmenge soll außerdem ein Beitrag für den Umweltschutz erreicht werden.

Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl erklärt: Der digitale Beleg sei eine lange geforderte und wichtige Erleichterung für die Unternehmen. Er vereinfache Abläufe im betrieblichen Alltag und bedeute zugleich ein Ende unnötiger Zettelwirtschaft. Damit schaffe man eine moderne, praxistaugliche Lösung für die Wirtschaft, nutze die Chancen der Digitalisierung und reduziere den Papierverbrauch.

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