Der „Low-Ponytail“ kommt: So wird langes Haar jetzt getragen

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Der „Low-Ponytail“ kommt: So wird langes Haar jetzt getragen
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Valerie Zehethofer ist Redakteurin für die „Presse“ und das „Presse Schaufenster“ und schreibt dort über Stil, Design, Zeitgeist und das moderne Leben. In Wien geboren, studierte sie Modejournalismus in München, arbeitete für das Modemagazin „Diva“ und leitete das Mode- und Wohnressort der Zeitschrift „Wienerin“, bevor sie zur „Presse“ kam.

In den Modemetropolen werden gerade die Kollektionen für den Sommer 2027 präsentiert. Und es kündigt sich eine Zeitenwende an. Der Dutt muss weg, denn lange Haare werden jetzt tief im Nacken gebunden.

Der Low Ponytail ist Trend. Der Dutt hat ausgedient. Trendsetterinnen setzen jetzt auf den tiefer gelegten Ponytail. Auch das Label Tory Burch hat ihn für den Sommer 2027 im Programm.

Noch ist ein bisschen Zeit sich die Haare wachsen zu lassen, denn rein theoretisch gilt das, was die Designer aktuell auf dem Runway präsentieren ja erst für den Frühling/Sommer 2027. New York steht traditionell am Beginn des Modemonats. Weiter geht es mit London, Mailand und Paris.

Und freilich schaut man da nicht nur auf die Kleider, in denen Models über den Laufsteg traben, nein, auch ihr Styling wird genau beobachtet. Also entging es Modemenschen und Trendaffinen freilich nicht, dass langes Haar jetzt tief im Nacken zusammengebunden wird. Der Low-Ponytail war der heimliche Star der Schauen in New York. Und wer ganz vorne dabei sein möchte, trägt ihn jetzt schon.

Der hohe Dutt war die Frisur der vergangenen zwei Jahrzehnte. Er löste in den Nullerjahren den halbhoch getragenen Pferdeschwanz ab. Frauen und Männer gleichermaßen knoteten sich das Haar nun wie ein Krönchen auf dem höchsten Punkt des Kopfes. Erst machte der Messy-Bun Furore – ein bewusst verwurschtelter Haarknoten – zuletzt wurde er vom glatt gegelten Sleek-Bun abgelöst.

Und sagen Sie jetzt bloß nicht, dass das doch alles dasselbe ist. Es soll Menschen geben, deren Tagesverfassung davon beeinflusst wird, ob das Dutt-Binden morgens gut gelingt, der Knoten also wie gewünscht sitzt. Das Glück der Bun-Trägerin kann an einzelnen Haarsträhnen hängen. Jüngst tauchte dann noch eine weitere Variation im Bun-Universum auf.

Nämlich jene mit Scheitel, er teilte die ordentliche Ballerina-Frisur in der Mitte, wurde zum Megatrend. Sein Verschwinden vor einigen Monaten blieb nicht unbemerkt. Haar-Aficionados sind aufmerksame Menschen. Man kann also davon ausgehen, dass Trendsetterinnen bereits dabei sind, die Haargummi-Position zu wechseln.

Ob „Ugly Shoes“, Gorp-Core oder Iced Matcha Latte: Valerie Zehethofer widmet sich in ihrer Kolumne Hypes, Trends und Gegenwartsphänomenen und erklärt, was in der Welt des Lifestyle gerade „Das Ding“ ist. Designer Michael Kors ließ seine Kollektion an Models mit extratiefem Ponytail präsentieren. Gerade mal der unterste Teil der Haare wurde hier mit einem Haargummi zusammengehalten. Auf einen ähnlichen Look setzte man bei Tory Burch und dem Label Lii.

Es ist anzunehmen, dass der Look auch in London, Mailand und Paris zu sehen sein wird. Nach den strengen Dutt-Jahren scheint seine lockere Attitüde einen Nerv zu treffen. Es braucht nicht viel zu seinem Gelingen, auch das ist wohl für einige ein Grund für gute Laune.

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