Der Dieselpreis steigt, aber Benzin wird folgen

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Der Dieselpreis steigt, aber Benzin wird folgen
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Die angespannte Lage auf den internationalen Kraftstoffmärkten zwingt Anleger zum Umdenken. Goldman Sachs verschiebt nun den Fokus seiner Handelsstrategie – und sieht bei Benzin neue Chancen.

Die angespannte Lage auf den internationalen Kraftstoffmärkten zwingt Anleger zum Umdenken. Goldman Sachs verschiebt nun den Fokus seiner Handelsstrategie – und sieht bei Benzin neue Chancen.

Die Lage auf den globalen Kraftstoffmärkten bleibt angespannt, weil geopolitische Konflikte, Störungen in der Raffinerieproduktion und eine hohe Nachfrage das verfügbare Angebot unter Druck setzen. Eine Investmentbank sieht inzwischen bei Benzin größeres Aufwärtspotenzial als bei Diesel und hat ihre Handelsstrategie entsprechend geändert.

„Der Hauptgrund für diese neue Empfehlung ist, dass die Verlagerung der Produktion der Raffinerien von Benzin auf Diesel die Benzinmärkte rasch verknappt“, erklärten die Goldman-Analysten Yulia Zhestkova Grigsby und Daan Struyven in einem Bericht vom 16. September. Raffinerien reagieren damit auf die außergewöhnlich angespannte Lage am Dieselmarkt. Das zusätzliche Angebot an Diesel geht allerdings zulasten der Benzinproduktion – und könnte dort die Verfügbarkeit weiter einschränken.

Goldman sieht deshalb bei Benzin inzwischen das größere Potenzial für weitere Preissteigerungen. Neben der Produktionsverlagerung verweist die Bank auf eine robustere Nachfrage und relative Verschiebungen bei den Lagerbeständen. Die internationalen Märkte für Raffinerieprodukte stehen 2026 unter erheblichem Druck. Dazu tragen sowohl die Verwerfungen im Nahen Osten als auch der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bei.

Die Ukraine hat wiederholt russische Raffinerien angegriffen und damit die Unsicherheit über das verfügbare Angebot verschärft. Gleichzeitig haben Diesel-Futures in den USA ein beispielloses Preisniveau erreicht. Auch die durchschnittlichen Preise an den Tankstellen stiegen auf Rekordstände, weil sich Raffinerieprodukte deutlich stärker verteuerten als Rohöl. Auch bei Diesel hält Goldman weitere Preissteigerungen für möglich.

Benzin biete derzeit jedoch „mehr Chancen auf Preissteigerungen“, schreiben die Analysten. Konkret empfiehlt die Bank Positionen, die auf höhere Preise für europäisches Benzin bis Mitte 2027 setzen. Damit verschiebt sich der Fokus der Handelsstrategie von einem bereits stark verteuerten Dieselmarkt zu jenem Segment, das durch die Reaktion der Raffinerien nun zunehmend selbst unter Angebotsdruck geraten könnte. (duc/

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