Österreichs Bildungspolitik muss nach den Coronajahren wieder nach Höherem streben, als den ohnehin nur passablen Ist-Zustand aufrechtzuerhalten.
Der erste Schultag ist ein emotionaler Tag für das ganze Land. Für Schüler, Eltern und Lehrer sowieso. Da ist die Emotion in den allermeisten Fällen entweder Freude oder Furcht. Aber auch bei kinderlosen Erwachsenen oder Senioren lässt sich nicht selten zumindest eine gewisse Form der Erleichterung beobachten, mit alledem nichts zu tun zu haben. Will heißen: Irgendein Gefühl zum ersten Schultag hat fast jeder.
Kein Wunder eigentlich – jeder war selbst einmal Schulanfänger, jeder kennt die Schule von innen. Das bedeutet auch: Jeder hat eine Meinung zur Schule, wie der Unterricht gestaltet sein sollte, wie die Benotung funktionieren soll, wie viele Erziehungsaufgaben die Schule übernehmen muss. Die Liste an Diskussionsthemen ließe sich bis auf die niedere Ebene von Patschenpflicht und Kakaogeld endlos fortsetzen.