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Das sind die Kandidaten und Kandidatinnen für den ESC 2026 in Wien

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Das sind die Kandidaten und Kandidatinnen für den ESC 2026 in Wien
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35 Länder nehmen heuer beim Eurovision Song Contest in Wien teil. Alle Musiker und Musikerinnen im Kurzporträt.

Der Eurovision Song Contest 2026 findet in der Wiener Stadthalle statt. Die beiden Halbfinale gehen am Dienstag, den 12. Mai, und am Donnerstag, den 14.

Mai über die Bühne, das Finale dann am Samstag, den 16. Mai. In Albanien wird jedes Jahr schon im Dezember gefeiert, noch bevor der ESC offiziell beginnt. Im Dezember 2025 ging das Festival „Festivali i Këngës“, das seit 2003 als der albanische Vorentscheid für den ESC dient, in die 64.

Runde. Der albanische Sänger Alis nahm schon im Vorjahr beim Vorentscheid teil und erreichte den dritten Platz. Im zweiten Anlauf konnte er sowohl die Jury als auch das Publikum von sich überzeugen. Der Anfangzwanzigjährige hat sich in der albanischen Musikszene bereits etabliert, unter anderem durch seinen Sieg bei der Show „X Factor Albania“ im Jahr 2024.

Eine Mutter, die im Türrahmen wartet und zum Abschied winkt, ist eines der Bilder, die von Alis ESC-Song „Nân“ nun gemalt werden. Der albanische Kandidat singt über den Schmerz des Abschieds, seine Stimme wird durch einen dramatischen Chor komplettiert. Obwohl in Albanien jedes Jahr schon die Vorentscheidung groß zelebriert wird, zeigte sich Alis perplex angesichts der Song-Contest-Stimmung: „Die ESC-Bubble ist verrückter, als ich gedacht hätte, wenn ich ehrlich sein soll. Ich habe ja erwartet, dass es ein Spaß wird.

Aber das Ganze ist richtig crazy.

“Mit seinem treffend „Paloma Rumba“ benannten Song tritt für Armenien heuer Simón in den Wettstreit ein. Eine Art Abgesang auf den schnöden Alltag in einem Bürojob legt der bürgerlich Simon Hovhannisyan genannte Sänger zum ersten Mal im zweiten Halbfinale am 14. Mai vor.

Mit der Kür Simóns – er war im vergangenen Jahr in der armenischen Vorausscheidung Zweiter geworden – hat sich das kaukasische Land, das in den vergangenen Jahren immer wieder mit recht erstaunlichen Acts überraschte, besonders lange Zeit gelassen. Die Nominierung ging als eine der letzten für den Wiener ESC ein.

Das Ergebnis ist nun ein Beitrag, der mit verzerrten Gitarren sowie relativ hohem Grundtempo überzeugen kann und Lines wie „copy paste my days“ liefert, mit denen sich wahrscheinlich so mancher Hörer identifizieren kann. Dem gegenüber stellt der bereits erfahrene Sänger und in Armenien bekannte Tänzer das demonstrative Ausbrechen in Tanz und Exzess – eine Message, die ebenso unpolitisch wie songcontest-kompatibel daherkommt. Simón lässt sozusagen die „Taube der Freiheit“ aus dem engen Bürokämmerchen fliegen, wie er erklärt.

Der durchaus rockige und mit etwas musikalischem Lokalkolorit versehene Song soll jedenfalls daran erinnern, „dass es manchmal nur einen mutigen Schritt hinaus aus der Komfortzone braucht, um seine Träume zu erreichen“, wird der 31-Jährige , aus der Stadt Hrazdan stammende Sänger zitiert. Mit im Songschreiber-Team findet sich auch Rosa Linn, die armenische Teilnehmerin beim ESC in Turin 2022. Mit ihrem Song „Snap“ erreichte sie letztlich im Finale zwar nur den 20.

Rang, verzeichnete aber einen großen Hit in internationalen Charts und erhielt viel Radio-Airplay. Mit einer klassisch gebauten Powerballade samt leichten James-Bond-Song-Anklängen versucht heuer Aserbaidschan sein Glück auf der großen europäischen Showbühne. Was mit zarten Streicherklängen unterlegt als Huldigung des Lebensabschnittspartners beginnt, nimmt mit zunehmender Bandinstrumentierung die mehr oder weniger übliche Wende in Richtung Anklage an selbige Person, die sich nicht als diejenige herauskristallisiert, die sie zu sein vorgegeben hat. Ja, die höchst erfahrene, am 9.

September 1982 geborene Sängerin Jiva macht in „Just Go“ aus ihrem wunden Herzen keine Mördergrube. Stimmlich weiß Jamila Hashimova schon seit Jahren zu überzeugen, was etwa der Sieg in der TV-Show „The Voice of Azerbaijan“ im vergangenen Jahr dokumentiert. So ist davon auszugehen, dass es gesanglich auch auf der Stadthallen-Bühne im zweiten Semifinale am Donnerstag klappen wird.

Der Gang ins Finale dürfte sich angesichts des eher dahinmäandernden Beitrages, der das durchaus enge Drei-Minuten-Zeitkorsett geradezu lang erscheinen lässt, eher schwierig gestalten. Andererseits gilt zugleich auch: Eine stimmgewaltige Ballade darf man am ESC nie ganz abschreiben. Mit der chart-, live-, songwriting- und pianoerfahrenen, am 9. November 1984 geborenen Delta Goodrem schickt sich der etwas unerwartete ESC-Neuling vom letzten Song-Contest-Aufschlag in Wien im Jahr 2015 an, heuer ein lautes Wörtchen um den Sieg mitzureden.

Unter dem Titel „Eclipse“ wirft man eine Powerballade mit Leistungsverstärkern – wie einer geschickt eingefädelten Transposition am Ende – in den Wettbewerb. Produktions- und präsentationstechnisch zieht man 2026 alle Register – und das tut auch die 41-jährige Sängerin, die bereits im Jahr 2003 mit „Lost Without You“ einen weltweiten Hit am Start hatte. Sucht man das Haar in der Suppe, so ist es womöglich die aalglatte Produktion und die schwierige stimmliche Umsetzung.

Delta Goodrem bringt allerdings gehörig Bühnenroutine mit. Seit ihrem Debüt 2003 ist Goodrem in ihrer Heimat ungebrochen eine große Nummer im Popbusiness. Was sie angesichts dessen dazu bewegt, sich auf die Song-Contest-Bühne zu stellen, bleibt offen.

Vielleicht ist es die relative Nähe, die die Musikerin – sie hat etwa bereits für die ESC-Siegerin 1988, Céline Dion, Songs geschrieben oder mit der ESC-Teilnehmerin 1974, „Grease“- und Disco-Ikone Olivia Newton-John, zusammengearbeitet – zum Bewerb hat, oder einfach die Aussicht auf einen Spitzenplatz, die zu verlockend wirkt. Belgien: Essyla mit „Dancing on the Ice“ Die als Alice Van Eesbeeck geborene Künstlerin – ihr Pseudonym Essyla leitet sich vom rückwärts gesprochenen Vornamen ab – tritt im ersten Halbfinale auf.

Ihre Electro-Pop-Nummer versteht sich gerade in einer eher düsteren Gegenwart als Hymne an die Entschlossenheit und den Optimismus der Jugend. Essyla, Jahrgang 1997, stammt aus Perwez in der französischsprachigen Provinz Wallonisch-Brabant und gründete schon in jungen Jahren eine Band. Aufgewachsen mit französischen Chansons, ließ sich die Musikerin auch von Größen des Jazz, Folk, Rock und Funk beeinflussen und prägen. Zusätzlich besuchte sie die renommierte Musikhochschule IMEP in Namur.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Essyla bekannt, als sie 2021 das Finale der neunten Staffel der TV-Show „The Voice Belgique“ erreichte. Zwei Jahre später veröffentlichte die Künstlerin ihre ersten Singles „Let You Go“ und „Not My Kind of Dude“. Im selben Jahr kam ihre EP „I‘ll be ok“ auf den Markt. Platz 4: 1966 Tonia „Un peu de poivre, un peu de sel“„Welcome to the riot!

“: Mit einer mehr als wilden Mischung zwischen K- und Balkan-Pop mengt sich nach vier langen Jahren Abwesenheit Bulgarien wieder ins ESC-Geschehen ein. Die am 9. September 1998 geborene Darina Nikolaewa Jotowa, kurz Dara, ist eine der bekanntesten Popgrößen Bulgariens und weit über die Landesgrenzen bekannt. Der Song „Bangaranga“ setzte sich in einer Abstimmung gegen zwei weitere von ihr gesungene Titel durch.

Beim Songwriting schert man sich wenig um Konventionen und mixt ebenso Musikstile wie auch Tempi. Ob diese gewagte Strategie zum Erfolg führt, wird sich im zweiten Halbfinale am 14. Mai zeigen. Genauso wie ihre Bekanntheit, erstreckt sich auch Daras Team über mehrere Länder bzw. Kontinente.

So unterhält die Sängerin Verbindungen zu Produzenten von den USA bis Südkorea. Das ist auf bemerkenswerte Weise hörbar, wenngleich dies so manchem vielleicht auch ein Stück weit zu steil sein könnte. Platz 4: 2016 Poli Genova „If Love Was a Crime“Gehörig ESC-Flair versprüht heuer Dänemarks Act: Der am 23. Dezember 1998 geborene Søren Torpegaard Lund greift für „Før Vi Går Hjem“ auf seine Muttersprache und allerhand bekannte Song-Contest-Zutaten zurück.

So startete der Sänger bei der nationalen Vorausscheidung, dem „Melodi Grand Prix“, stilecht im Netzoberteil und mit einer höchst soliden Gesangsdarbietung. Beim Hören der elektrisch unterlegten Midtempo-Nummer kann einen durchaus der Verdacht beschleichen, dass man beim Schreiben des Beitrags – Søren Torpegaard Lund ist selbst Teil des Autorenteams – nur einen Gedanken im Kopf hatte: nämlich jenen an den Eurovision Song Contest. Dort wäre der Sänger schon 2023 gerne gelandet, scheiterte aber in der Vorauswahlshow.

Im Jahr 2026 lässt man sich nun routiniert Zeit mit dem Aufbau, um dann eher spät im Drei-Minuten-Slot daran zu gehen, die emotionale Schraube weiter zu drehen. Platz 1: 2000 Olsen Brothers „Fly On The Wings Of Love“Nachdem Deutschland im Vorjahr mit dem „ausgeborgten“ Wiener Geschwisterduo Abor & Tynna nicht ganz so erfolgreich war, setzt man heuer mit Sarah Engels und „Fire“ auf eine zumindest in Deutschland bekannte Sängerin.

Engels wurde 2011 mit der Teilnahme bei der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ zumindest national bekannt. Seither hat sie sich vielseitig etabliert – als Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin in zahlreichen TV- und Reality-Formaten. Lange Zeit galt ihr stimmliches Potenzial aber als eher unterschätzt. Mit „Fire“ präsentiert die am 15.

Oktober 1992 in Köln geborene Engels eine tanzbare Popnummer, die weniger auf eine spektakuläre Bühnenshow als vielmehr auf ihre Stimme setzt. Der Song versteht sich als Metapher für innere Stärke und Mut und richtet sich inhaltlich insbesondere an Frauen. Mit einer soliden, dreistimmigen Performance setzten sich Vanilla Ninja in der estnischen Vorausscheidung durch.

Ihr poppiges, mit klassischer Rockband-Besetzung instrumentiertes „Too Epic To Be True“ punktet mit eingängiger Melodie und leichten ABBA-Vibes – wirkt jedoch auch ein ganzes Stück weit aus der heutigen Zeit gefallen. Wie das ankommt, lässt sich schwer weissagen, sind doch Songs in Retro-Aufmachung beim ESC auch schon das eine oder andere Mal heftig unter die Räder gekommen. Jedenfalls zeigt sich die 2002 gegründete Frauencombo im An- und Absingen der Harmonien souverän und konnte damit offensichtlich die estnische ESC-Gemeinde überzeugen.

Ebenfalls ganz in Weiß gewandet, gelang der Sprung auf Europas größte Showbühne bereits vor 21 Jahren, als die Combo für die Schweiz den 8. Platz im Finale holte – damals noch als Quartett. Im Jahr 2004 landeten Vanilla Ninja übrigens schon einmal auf Platz vier der österreichischen Albumcharts.

Finnland: Linda Lampenius & Pete Parkkonen mit „Liekinheitin“ Finnland setzt beim Eurovision Song Contest 2026 auf eine ungewöhnliche Mischung aus Klassik, Pop und Rock – und gilt damit als Favorit auf den Sieg. Dafür sorgen die Geigerin Linda Lampenius und der Popsänger Pete Parkkonen mit dem dramatisch-melancholischen Song „Liekinheitin“ . Der Beitrag ist eine Mischung aus klassischen Streicherklängen mit modernen Pop- und Rockelementen. Der auffällige Beitrag hält sich bei den Wettquoten seit Wochen auf Platz eins.

Beide Künstler sind in ihrer Heimat keine Unbekannten. Lampenius, geboren am 26. Februar 1970 in Helsinki, ist eine weltweit erfolgreiche klassische Geigerin, die bereits früh international auftrat und mit ihren Alben große Erfolge feierte. Parkkonen, geboren am 8.

Februar 1990, wurde durch die Castingshow „Idols“ bekannt und hat sich seither als feste Größe in der finnischen Pop- und Soulszene etabliert. Platz 2: 2023 Käärijä „Cha Cha Cha“Mit der 17-jährigen Monroe schickt Frankreich eine sehr junge Teilnehmerin nach Wien. Die französisch-amerikanische Künstlerin ist erst seit kurzer Zeit einem breiteren Publikum in Frankreich bekannt. Monroe, mit bürgerlichem Namen Monroe Vata Rigby, gewann 2025 die französische TV-Show „Prodiges“ – eine Talentshow für klassische Musik.

Danach erhielt sie einen Plattenvertrag und veröffentlichte erst im November 2025 ihr Debütalbum. Schon früh begann die im Oktober 2008 in den USA geborene Künstlerin zu singen und entdeckte dabei ihre Leidenschaft für klassische Musik. Sie erhielt eine Gesangsausbildung und lernte außerdem Klavier. Mit dem ESC-Beitrag „Regarde!

“ möchte Frankreich verschiedene Musikstile vereinen – von Oper über Musical bis hin zu modernem Pop. Der Song versteht sich als emotionale Liebesbotschaft und setzt vor allem auf Ausdruck, Kraft und stimmliche Stärke und wird natürlich auf Französisch gesungen. Platz 1: 1960 Jacqueline Boyer „Tom Pillibi“Georgien: Bzikebi mit „On Replay“ Elektro-Beats, ein paar Streicher und eher dadaistisch anmutende Lyrics, vorgetragen von der nicht für jeden Mitteleuropäer intuitiv auszusprechenden Gruppe Bzikebi, tischt heuer Georgien auf.

Die Zutaten zum „On Replay“ benannten Song wirken dann doch etwas altbacken, werden im ESC-Kosmos allerdings immer noch durchaus gerne, oft und manchmal gar nicht so unerfolgreich verkocht. Trotz ihres jungen Alters sind Bzikebi höchst contest-erfahren. Tatsächlich stemmte man bereits einmal die Siegertrophäe in die Höhe – wenn auch jene des „Junior Eurovision“ im Jahr 2008.

Damals angelehnt an Bienen mit gelb-schwarzen Elementen bekleidet, gibt man sich zumindest im ersten Videoaufschlag deutlich aufgeräumter und selbstredend erwachsener – um nicht zu sagen, betont kühl. Mariam Tatulashvili, Mariam Kikuashvili und Giorgi Shiolashvili alias „Bzikebi“ werden im Wiener Wettstreit im ersten Halbfinale am 12. Mai die Stadthallenbühne erklimmen. Einen der sicherlich auffälligsten Acts wird Griechenlands Vertreter in der Wiener Stadthalle aufs Parkett legen.

Irgendwo zwischen Super Mario Bros. -Anleihen, griechischem Rap durchsetzt mit Fremdwörtern, bizarrem Bühnenoutfit und einem völlig überraschenden Musikstil-Twist ist Akylas‚ Stück „Ferto“ angesiedelt. Sieht man sich die jüngsten Erfolge der eher im ulkigen Fach angesiedelten ESC-Teilnehmer und die Originalität des griechischen Beitrages – inklusive regional-folkloristischer Anleihen – an, stehen die Chancen auf das Finale nicht schlecht.

So manche Stimme spricht in dem Zusammenhang auch bereits von einem gewissen Favoritenstatus – wenngleich prognostizierte ESC-Siege von eher komödiantischen Beiträgen in der Regel nicht stattfinden, vordere Plätze jedoch relativ verlässlich sehr wohl. Im Gepäck hat Akylas bereits den einen oder anderen Hit sowie eine starke Social-Media-Präsenz. In der mehrstufigen griechischen Vorausscheidung setzte sich der 27-jährige, am 11. Februar 1999 geborene Musiker, Songschreiber und Sänger mit dem bürgerlichen Namen Akylas Mytilinaios gegen 27 weitere Anwärter durch.

Wie man in einem großen Feld heraussticht, weiß er also. Großbritannien: Look Mum No Computer mit „Eins, Zwei, Drei“ Die Briten setzen auf Originalität: Sam Battle, so heißt der Künstler, der hinter Look Mum No Computer steckt und als solcher Großbritannien mit „Eins, Zwei, Drei“ vertritt. Look Mum No Computer versteht sich als Electronic-Künstler, Singer-Songwriter und Erfinder einzigartiger Musikmaschinen.

Musikalisch tritt der Brite damit in die Fußstapfen klassischer britischer Synthesizer-Acts wie Depeche Mode, New Order oder Pet Shop Boys, entwickelt daraus jedoch seinen eigenen, experimentellen Stil. Der Song „Eins, Zwei, Drei“ kommt als energiegeladener Track, geprägt von Synthesizern und elektronischen Basslinien – durchaus eigenwillig und experimentell – daher. Geschrieben wurde der Song gemeinsam mit Thomas Stengaard, Julie „Kill J“ Aagaard und Lasse Midtsian Nymann , der unter anderem am Schweizer ESC-Gewinnersong „The Code“ von Nemo 2024 beteiligt war.

Inhaltlich geht es laut Look Mum No Computer darum, der „seelenzerstörenden Langeweile“ des Alltags zu entfliehen und in eine Welt voller Träume und Möglichkeiten einzutauchen. Bekannt ist der Künstler nicht nur als Musiker, sondern auch als YouTuber und in den sozialen Medien mit über 1,4 Millionen Followern. Dort dokumentiert er seine kreativen Projekte, seine Erfindungen, wie eine Orgel aus Furby-Spielzeugen, ein Star-Wars-Droiden-Orchester oder ein selbst gebautes Synthesizer-Fahrrad. Seine Karriere begann Sam Battle als Frontmann der Indie-Rock-Band Zibra, mit der er 2015 beim Glastonbury Festival auftrat. Danach startete er seine Solokarriere im Bereich elektronischer Musik. Platz 1: 1976 Brotherhood of Man „Save Your Kisses for Me“Noam Bettan hat heuer beim Song Contest von Wien vermutlich den härtesten Job. Der 27-Jährige vertritt nach den im Vorfeld geführten Debatten um einen möglichen Ausschluss des Landes Israel.

Damit setzt das Land in Wien auf einen im eigenen Land bekannten Künstler. Der tritt mit dem Song „Michelle“ an. Noam, der aus einer französischen Familie stammt und in Israel aufgewachsen ist, verbindet in seiner Musik internationale Einflüsse mit modernem Pop.

„Michelle“ wird auf Hebräisch, Englisch und Französisch gesungen und kommt als emotionaler Popsong daher. Noam Bettan steht regelmäßig mit seiner Band auf der Bühne und gilt als erfahrener Livemusiker. Für Israel tritt er im ersten Halbfinale am 12. Mai an.

Der Singer-Songwriter begann seine musikalische Laufbahn vor rund acht Jahren. 2023 veröffentlichte er sein Debütalbum, mehrere seiner Singles schafften es an die Spitze der israelischen Radiocharts und erzielten Millionen Streams auf den gängigen Plattformen. Mit „Per sempre si“ setzt Italien heuer auf viel Gefühl und viel Erfahrung. Der Interpret Sal Da Vinci ist kein Unbekannter.

Der Neapolitaner hat das Musikfestival von Sanremo gewonnen und damit das Ticket für die ESC-Teilnahme in Wien gelöst. Für den Musikwettbewerb wurde auch extra seine Nordamerikatournee verschoben. In der Ballade „Per sempre si“ geht es – typisch für Sal Da Vinci – um die Liebe. Der Song kann als klares Bekenntnis zu einer gemeinsamen Zukunft und zu beständiger Verbundenheit verstanden werden.

Mit einer Länge von nur 2 Minuten und 55 Sekunden muss der Song-Contest-Beitrag nicht gekürzt werden, um den Regeln zu entsprechen. Sal Da Vinci, Künstlername von Salvatore Michael Sorrentino, ist ein neapolitanischer Künstler, der am 7. April 1969 in New York während einer Tournee seines Vaters Mario Da Vinci, eines berühmten Sängers und Schauspielers, geboren wurde. Den selben Berufsweg schlug auch Sal ein, schon als Kind war er Schauspieler, später Opernsänger und Musicaldarsteller.

Über die Jahre veröffentlichte er zahlreiche Alben, und 2024 gelang ihm mit „Rossetto e Caffè“ einer der meistgestreamten Songs des Jahres. Platz 1 1990 Toto Cutugno „Insieme: 1992“Die kroatische Ethno-Pop-Band wurde 2024 gegründet und besteht aus fünf Mitgliedern, Inka Večerina Perušić, Judita Štorga, Korina Olivia Rogić, Lara Brtan und Marina Ramljak. Lelek verbindet dabei Elemente traditioneller kroatischer Musik mit modernem Popsound. Ziel der Band ist es, die slawische kulturelle Identität zu bewahren und zeitgemäß neu zu interpretieren.

Mit ihrer Debütsingle „Tanani Nani“ sorgte die Formation erstmals für Aufmerksamkeit. Spätestens seit ihrem Auftritt beim kroatischen Vorentscheid Dora 2025, bei dem sie mit „The Soul of My Soul“ den vierten Platz belegten, zählt die Band zu den vielversprechenden Acts des Landes. Dora gilt als traditionsreiches Musikfestival und dient als Auswahlverfahren für den Eurovision Song Contest.

„Andromeda“, von den fünf Frauen durchgehend auf Kroatisch gesungen, besticht durch seine teilweise mystische Inszenierung und hebt sich damit auch klar vom klassischen ESC-Mainstream ab. Die 33-Jährige Atvara singt auf Lettisch.

„Im Schatten“ lautet der übersetzte Titel der ruhigen Trauerballade, die nicht direkt als Stimmungsaufheller dienen kann. Atvara stammt aus der Ostseehafenstadt Liepāja und hört auf den bürgerlichen Namen Liene Stūrmane. Sie studierte in der Hauptstadt Riga an der lettischen Musikakademie.

Es folgten zahlreiche Castingshows im TV, darunter die lettische Ausgabe von „X Factor“, jedoch ohne größeren Erfolg. Folgerichtig setzte die Künstlerin parallel auf einen Brotjob und arbeitete als Englischlehrerin und studierte in Kopenhagen Marketing. Zugleich veröffentlichte Atvara 2024 ihre erste Single „Pie manis tveries“, die später zur Kennmelodie der erfolgreichen Serie „Nelūgtie viesi“ wurde, und ging 2025 erstmals auf Tour.

Dabei war auch die ESC-Welt der Künstlerin nie fremd, schrieb sie doch bereits 2020 und 2024 Songs für den lettischen Vorentscheid „Supernova“. Lion Ceccah setzt auf eine markante Inszenierung: Mit silberner Farbe an Kopf und Händen und gehüllt in einen schwarzen Umhang zieht er sofort die Aufmerksamkeit auf sich.

„Sólo quiero más“ heißt der Song, der in mehreren Sprachen gesungen wird. Der Auftritt lebt vor allem vom Künstler selbst: Mit roboterartigen Bewegungen schreitet Lion Ceccah über die Bühne, visuelle Effekte – etwa ein plötzlich in sich zusammenfallender Umhang – sorgen für zusätzliche Spannung. Hinter Lion Ceccah steht der am 1. August 1991 in Vilnius geborene Tomas Alenčikas: Bühnenkünstler, Songwriter und eine prägende Figur der litauischen Drag- und Performanceszene.

Schon früh beschäftigte er sich mit der Verbindung von Musik, Tanz, Poesie und bildender Kunst. In den vergangenen Jahren machte er sich mit Konzerten, eigenen Songs und kreativen Projekten einen Namen. Im Jahr 2025 nahm Lion Ceccah mit dem Song „Drobė“ an der litauischen Vorauswahl für den Eurovision Song Contest teil und belegte den zweiten Platz. Luxemburg: Eva Marija mit „Mother Nature“ Luxemburg besetzt heuer die Nische der barfußsingenden, Violine spielenden, leicht esoterisch angehauchten Solosängerinnen mit Eva Marija.

Die 20-Jährige besingt in „Mother Nature“ Mutter Natur als allumfassende Kraft und verbindet dabei Naturmystik mit Wohlfühlpop. Passive Erfahrungen mit dem ESC hat die Sängerin.

„Ich muss gestehen, dass ich schon als kleines Kind ein ESC-Fan war. Der Bewerb ist überhaupt der Grund, weshalb ich angefangen habe, Violine zu spielen“, unterstreicht die Künstlerin. Der norwegische Gewinner Alexander Rybak hatte die kleine Eva Marija bei seiner Performance an der Violine für „Fairytale“ 2009 überzeugt. Damals war die am 24.

Dezember 2000 geborene Eva Marija, Tochter slowenischer Eltern, erst drei Jahre alt. Neben Mutter Natur setzt Eva Marija auf Liebe beim Wettbewerb: „Ich weiß, dass ich mit Frieden und Liebe komme. Das bin ich einfach als Mensch. Ich bin sehr liebevoll, liebe es, Menschen zu verbinden mit meiner Musik.

Das hoffe ich, als Künstlerin in diesem Wettbewerb zu erreichen. Und auch wenn ich jetzt Wettbewerb gesagt habe, sehe ich das Ganze mehr als wunderschöne Show mit unterschiedlichsten Auftritten. Es geht primär darum, sich mit Künstlern zusammenzuschließen und verschiedene Kulturen zu treffen“. Platz 1: 1965 France Gall „Poupée de cire, poupée de son“Malta: Aidan mit „Bella“ Mit einem orchestral untermalten, filmmusikalisch angehauchten Chanson namens „Bella“ mischt sich der kleine Mittelmeerinselstaat Malta einmal mehr unter die ESC-Gemeinde.

Sprachlich und stimmlich beschlagen gibt sich Aidan – bürgerlich Aidan Cassar – allerlei Unschlüssigkeiten bezüglich des Fortganges seines Lebens hin. Und so mäandert der Beitrag auf gutem Niveau dahin, ohne dabei so richtig auffällig zu werden. In der relativen Bescheidenheit und im charismatischen Auftreten Aidans könnte mitunter ein Schlüssel zu einem Achtungserfolg des dem ESC seit Jahrzehnten treuen Eilandes liegen. Übrigens hat der am 17.

Dezember 1999 geborene Aidan Cassar schon ein wenig Anlauf in Richtung Eurovision Song Contest genommen: Bereits im Jahr 2022 landete er auf Platz zwei der maltesischen Vorauswahl. Seither ist er in seinem Heimatland durchaus erfolgreich musikalisch unterwegs. Mit Satoshi schickt die Republik Moldau einen recht jungen Vertreter ins Rennen. Der Künstler, bürgerlich Vlad Sabajuc, tritt mit dem energiegeladenen Titel „Viva, Moldova!

“ an - einem Beitrag, der auf nationale Identität mit viel Bühnenwirkung setzt. Er besticht durch Mehrsprachigkeit und einen Mix aus Pop und urbanen Elementen. Ein auffälliger Song mit hohem Wiedererkennungswert. Der am 13.

September 1998 geborene Satoshi gilt als moderner Vertreter der moldauischen Musikszene, der Pop und Rap verbindet. Der aus dem Südwesten des Landes stammende Sänger und Songwriter erkannte früh seine Leidenschaft zur Musik und brachte sich das Schlagzeugspielen selbst bei. Er fand früh den Weg in die Öffentlichkeit, gefolgt von mehreren Veröffentlichungen sowie Auftritten über die Landesgrenzen hinaus.

Platz 6: 2005 Zdob și Zdub „Boonika Bate Toba“Tamara Živković gewann den nationalen Vorentscheid „Montesong 2025“ und tritt mit dem Song „Nova zora“ an. Das Lied ist ein moderner Popsong mit elektronischen Elementen und klarer Botschaft: Im Mittelpunkt stehen Selbstbestimmung und weibliche Stärke. Für Živković ist der Sieg beim „Montesong“ nicht der erste Erfolg.

Die vielseitige Künstlerin, die neben Gesang auch Flöte spielt, stand bereits früh auf der Bühne und absolvierte ihren ersten Soloauftritt als Teenager. Bekannt wurde sie durch regionale Musikformate und TV-Shows. In den vergangenen Jahren sammelte sie zahlreiche Auszeichnungen und festigte damit ihren Ruf als aufstrebendes Talent. Mit kapitalem Schnauzer, viel tätowierter Haut, starkem Rocksound und überragender Stimme startet Jonas Lovv mit viel Selbstvertrauen in den Wiener Eurovision Song Contest.

Sein Song „Ya Ya Ya“ erfüllt viele Erwartungen mit punkig-hartem Gitarrenriff und eingängigem Refrain. Dazu gesellt sich Jonas Lovvs bluesig angehauchte Stimme, die auch in hohen Lagen zu überzeugen scheint, wie sich den ersten Live-Performances des Songs entnehmen lässt. Beim norwegischen „Melodi Grand Prix“ konnte der am 8. September 1994 geborene Jonas Lovv Hellesøy u.a. den ESC-Sieger des Jahres 2009, Alexander Rybak, hinter sich lassen.

Und doch zeigt sich der Neo-Star im keinesfalls als Ehrgeizler: „Ich hatte auch nicht in einer Million Jahre das Ziel zu gewinnen“, sagt er.

„Ich möchte Leute treffen und Menschen meine Musik präsentieren - und einfach eine gute Zeit haben. “ „Ya Ya Ya“ bietet jedenfalls Einblicke in die Gedankenwelt eines nicht unbedingt „normalen“ Lebenswandels und lässt für Lovv viel Platz für lang gezogene Töne und Posen.hat sich mit seinem Song „Tanzschein“ beim Österreich-Vorentscheid durchgesetzt, was nicht zuletzt den markanten Dance-Moves zu verdanken ist. Wiederkennbar ist auch der blaue Stern ums rechte Auge und der Dancefloorstampfer mit Witz.

Es lastet eine gewisse Last auf Cosmós Schultern, möchte man doch keinen zweiten Punkteflop wie die Makemakes beim Heim-ESC 2015 liefern. Der Sohn einer ungarischen Mutter und eines deutschen Vaters, der im Burgenland aufwuchs, ist heute Musiker und Zahnmedizinstudent, wobei letztere Profession im ESC-Trubel erst einmal pausiert. Dabei hat der Tanzwütige durchaus schon Castingerfahrung - stand Cosmó doch 2022 im Finale von „The Voice Kids“.

Und mit The Thumbs hat Cosmó auch eine eigene Band, wobei er seine Songs mit dem Produzenten und Schlagzeuger der burgenländischen Indieband Garish, Markus Pemer, schreibt. Auf der ESC-Bühne wird der Sänger aber neben den Tänzern nur von seinem Gitarristen Sandro Humitsch begleitet. Polen: Alicja mit „Pray“ Mit einer zunächst im Gospel und Soul angesetzten, musikalisch erstaunlich vielseitigen Darbietung wird sich Polens Teilnehmerin Alicja präsentieren.

Das Lied zeigt eine Mischung aus verschiedenen Musik- und Gesangsstilen und wartet mit interessanten Wendungen auf – von Kirchenorgel bis Trap-Beat spannt sich der nicht wenig unterhaltsame Songbogen. Ihr Name fällt im Zusammenhang mit dem ESC nicht zum ersten Mal, hat sie doch eigentlich im Jahr 2020 das begehrte Ticket in der Vorausscheidung gelöst.

Allerdings machte die Covid-19-bedingte Absage den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Alicja Maria Szemplińska, geboren am 29. April 2002, ist castingshowerfahren und hat bereits einige erfolgreiche Veröffentlichungen vorgelegt - bisher allerdings vorwiegend auf Polnisch gesungen. Im selbst geschriebenen Text zu „Pray“ geht es um ihre Träume, ihr Sein und ein neues Kapitel in ihrem Leben.

Platz 7: 2003 Ich Troje „Keine Grenzen - Żadnych granic“Fünf Freunde für den ESC: Das Quintett Bandidos besteht aus Miguel Costa, Duarte Farias, Francisco Raposo, Luís Aleixo und Francisco Pestana und singt Portugiesisch. Der Song klingt eher nicht nach aktuellem Pop, sondern greift die Tradition des „Cante Alentejano“ auf - eines traditionellen mehrstimmigen Gesangs aus der im Süden Portugals gelegenen Alentejo-Region, der auch in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Die Musikgruppe gibt es seit 2022.

Ihre Debütsingle „Amigos Coloridos“ war gleich ein Hit und zwischenzeitlich der meistgespielte Song im portugiesischen Radio. Ihr Ticket zum Song Contest löste die Band schließlich am 7. März. An diesem Samstag errangen bzw. ersangen die Mannen den Sieg beim Festival da Canção.

Im Vorfeld des Festivals, das traditionell über den oder die portugiesischen Song-Contest-Teilnehmer entscheidet, hatten im Zuge der in mehreren Ländern aufgepoppten Boykottdebatten durch die Teilnahme Israels nur zwei Gruppen bekanntgegeben, im Falle eines Sieges nach Wien reisen zu wollen. Platz 6: 1996 Lúcia Moniz „O meu coração não tem cor“Ziemlich düster geht es bei Alexandra Căpitănescu zu. Sie singt „Choke Me“, was so viel wie „Würg mich“ heißt, weshalb der Titel bereits im Vorfeld zumindest ein wenig für Aufregung sorgte.

Der Song soll aber metaphorisch gemeint sein und emotionale Überforderung darstellen - bloß nicht wörtlich nehmen, hieß es zur Verteidigung aus Rumänien. Der Beitrag verbindet die kraftvolle Stimme Căpitănescus mit intensivem Ausdruck. Hohe Töne treffen dabei auf raue, dazwischen gibt es computerverzerrte Stimmenpassagen. Passend dazu das schwarze Outfit.

San Marino: Senhit mit „Superstar” San Marino setzt auf Bewährtes: Der Kleinstaat schickt mit Popsängerin Senhit und ihrem Song „Superstar“ bereits zum dritten Mal die erfahrene ESC-Teilnehmerin ins Rennen. Unterstützung erhält sie dabei prominenterweise vom britischen Popstar Boy George.

„Superstar“ ist ein typischer Popsong, bunt und unterhaltsam. Ob der Antritt des 80er-Jahre-Stars zusätzliche Punkte bringt, bleibt abzuwarten. Die italienische Sängerin eritreischer Abstammung, bürgerlich Senhit Zadik Zadik, wurde am 1. Oktober 1979 in Bologna geboren und wuchs dort auch auf.

Ihre Karriere begann sie Ende der 1990er-Jahre mit Engagements in Deutschland und der Schweiz, bevor sie in Italien mehrere Alben veröffentlichte. Düstere Stimmung zieht auf, wenn Serbiens Vertreter auf die ESC-Bühne treten. Die sechsköpfige Metal-Band Lavina veröffentlichte 2022 ihr erstes Album „Odyssey“, gastierte unter anderem auf Festivals wie Sziget oder Eurosonic. Die Auswahl der ESC-Kandidaten wird in Serbien durch eine Kombination aus 50 Prozent Jury und 50 Prozent Publikumsstimmen gewählt.

Mit dem mystischen Song „Kraj Mene“ konnte die 2020 in Niš gegründete Band bei beiden punkten. Darin singt die Band über eine schmerzhafte Liebe. Dieser Schmerz wird nicht nur durch den Text, sondern auch durch die dramatische Performance des Leadsängers Luka Aranđelović vermittelt. Die Band spielt mit Emotionen, aber auch mit verschiedenen musikalischen Elementen aus Metal, Rock und elektronischer Musik.

Der dramatische Sound von Lavina wird auch durch ihre modernen Looks widergespiegelt, mit denen sie die Bühne rocken. Mit einer Mischung aus harten Elektro-Beats und starker Stimme hofft Schweden, sich hoch zu positionieren. Die Voraussetzungen dafür scheint Felicia Eriksson – alias „Felicia“ – mit ihrem Titel „My System“ durchaus zu erfüllen. Die halbgesichtsmaskierte, 24-jährige Entertainerin konnte sich unter 30 Mitbewerbern beim schwedischen Melodifestivalen gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Die am 5. Oktober 2001 geborene Musikerin ist in Schweden bereits als Sängerin des Projektes „Fröken Snusk“ aufgefallen. In der Vorausscheidung bestach Felicia mit starker Bühnenpräsenz und effektvoller Lasershow, die durchaus schon ESC-Format hatte. Thematisch gibt man sich auch höchst ESC-kompatibel: Es geht um Liebeskummer, die schwierige Aufarbeitung des Alltags und eine verflossene Beziehung.

Die Schweiz machte es heuer mit der Enthüllung ihres ESC-Beitrages lange spannend. Mitte März stand dann aber Veronica Fusaro als eidgenössischer Act fest. Heuer setzt man auf gediegenen Neosoul mit Rock-Elementen. Beides kann die am 23.

April 1997 in Thun geborene, fleißige Liveperformerin Fusaro scheinbar problemlos bedienen, und hat dazu auch noch einen profunden Text aus der Perspektive einer Stalkerin oder eines Stalkers im Gepäck.

„Alice“ hat so manches zu bieten: Nämlich einen schön austarierten Wechsel von Strophen und Refrain, inklusive von Fusaro höchstselbst exerziertem Gitarrensolo. Daniel Žižka singt „Crossroads“: ein eher dunkler, englischsprachiger Popsong, der sich nach einem ruhigen Start zunehmend steigert, um in einem dramatischen Finale zu gipfeln. Der 23-Jährige gilt in seinem Heimatland als vielversprechende Stimme einer neuen Generation von Musikschaffenden. Schon im Teenageralter veröffentlichte Žižka unter dem Pseudonym Daniell erste Songs.

Nach der Schule studierte er in Prag Musical. Im tschechischen Fernsehen war er immer wieder als Schauspieler zu sehen. Platz 11: 2019 Lake Malawi „Friend of a Friend“Zwischen hoffnungsvoll getragenem Gesang, etwas folkloristischem Einschlag und einem opernhaften stimmlichen Ausflug changiert der diesjährige ukrainische ESC-Beitrag. Die am 10.

November 1990 geborene, vielfältig erfahrene Sängerin Wiktorija Leleka wird die Bühne der Wiener Stadthalle unter ihrem Bühnen- und Familiennamen „Leléka“ bespielen. Alles andere als schmächtig gibt sich die „Ridnym“ benannte Nummer, mit der die jazzgesanglich ausgebildete, in Berlin lebende Musikerin die Vorauswahl der Ukraine - „Vidbir 2026“ - für sich entscheiden konnte. Ein echtes finales Abheben gesteht sie dem Song nicht zu - und das kann man in der Song-Contest-Logik als doch recht mutig einordnen.

Zypern will mit „Jalla“ genau das, was im Song auch besungen wird: mehr.

„Jalla“ bedeutet im zypriotischen Dialekt so viel wie „mehr“ und genau darauf setzt die Mittelmeerinsel. „Jalla“ ist ein energiegeladener Feel-Good-Song, der gute Laune und Lebensfreude verbreitet. Interpretin Antigoni transportiert diese Stimmung mit Ausstrahlung und Bühnenpräsenz und bringt sommerliches Flair auf die Bühne. Inhaltlich geht es bei Zypern wieder einmal um Freiheit, Spaß und darum, den Moment zu genießen - und genau das nimmt man dem Beitrag auch ab.

Antigoni Buxton, geboren am 9. März 1996 in London, ist eine britisch-zypriotische Sängerin. Bereits mit 14 Jahren unterschrieb sie ihren ersten Plattenvertrag und entwickelte seither einen eigenständigen Stil, der ihr kulturelles Erbe mit urbanen Einflüssen wie Pop und Hip-Hop vereint. Platz 5: 1997 Hara & Andreas Konstantinou „Mana mou“

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