Die wegen Mordes zum Tode verurteilte Christa Pike lebt nach zwei gescheiterten Giftspritzen in kritischem Zustand. Ihr Anwalt berichtet, dass ihr mehrere Nadeln verabreicht wurden und sie weiterhin medizinisch versorgt wird. Gouverneur Bill Lee verschob einen erneuten Hinrichtungsversuch auf unbestimmte Zeit und setzte weitere Hinrichtungen im Bundesstaat aus.
Eine wegen Mordes zum Tode verurteilte Frau im US-Bundesstaat Tennessee, deren Hinrichtung am Mittwoch gescheitert war, ist nach wie vor am Leben. Christa Gail Pike befinde sich in kritischem Zustand und werde im Krankenhaus behandelt, sagte ihr Anwalt Randy Spivey am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.
„Christa lebt noch. Wir haben derzeit weder eine Einschätzung ihrer Prognose noch viele neue Informationen zu ihrem Gesundheitszustand“, sagte der Anwalt. A press conference with Pike’s legal team began at 2 p.m. today following Tennessee’s unsuccessful attempt to execute her last night.
„Aber wir wissen, dass sie noch lebt und lebensrettende medizinische Versorgung erhält. “ Der 50-jährigen Pike waren zwei Giftspritzen verabreicht worden, dennoch starb sie nicht. Anwalt Steve Ferrell sagte, Pike habe schon befürchtet, dass es bei der Injektion zu Komplikationen kommen könne, da sie an einer Bluterkrankung litt, die das Einführen von Nadeln in ihre Venen erschwert.
„Sie hat uns immer wieder erzählt, dass sie schon bei Blutabnahmen Schwierigkeiten hatte“, sagte Ferrell. In the latest clip from today’s press conference, a member of Christa Pike’s legal team points back to a January 2026 court filing raising concerns about lethal injection because of her veins and the…Spivey berichtete, er habe mindestens sieben Nadeln gezählt, die allein an ihrem linken Arm verwendet wurden.
„Frau Pike war nicht nur kooperativ, sondern gab den Personen, die die Infusionszugänge legten, sogar Anweisungen, wo sie diese anbringen könnten“, sagte Spivey. „Sie sagte ihnen immer wieder: „Bitte versuchen Sie es weiter oben an der Schulter. “ Gouverneur Bill Lee verschob jeglichen möglichen neuen Versuch für eine Hinrichtung von Pike zunächst auf unbestimmte Zeit und setzte eine weitere für dieses Jahr geplante Hinrichtung aus.
The Governor of Tennessee has ordered all state executions to be suspended and launched an independent review after an inmate survived attempts to execute her. Christa Pike's execution was halted and she was taken to hospital when she was still showing signs of life after…Außerdem ordnete er eine unabhängige Untersuchung an. Anwalt Spivey sagte, das reiche nicht aus. Lee bezeichnete die Geschehnisse bei der gescheiterten Hinrichtung als „zutiefst verstörend“.
Es habe aber den Anschein, als habe das Gefängnispersonal die vorgeschriebenen Abläufe eingehalten. Pikes Hinrichtung durch die Giftspritze war für Mittwoch um 10 Uhr angesetzt. Sie wäre die erste Frau in Tennessee seit mehr als 200 Jahren gewesen, an der die Todesstrafe vollstreckt worden wäre. Ein Berufungsgericht stoppte die Vollstreckung nur eine Stunde vor dem geplanten Beginn, doch wenige Stunden später hob der Oberste Gerichtshof der USA diese Entscheidung wieder auf.
Pike, die zur Tatzeit 18 Jahre alt war, und ihr damaliger Freund waren schuldig gesprochen worden, im Jahr 1995 ihre 19-jährige Klassenkameradin Colleen Slemmer in der Stadt Knoxville erstochen zu haben. Der Fall erregte damals große Aufmerksamkeit, unter anderem weil ein in den Körper des Opfers eingeritztes Pentagramm und weitere Aspekte der Tat im Zuge der sogenannten „Satanic Panic“ der 1980er- und 1990er-Jahre Ängste vor Satanismus schürten. Pike bestritt die Tat nicht.
Ihre Unterstützer argumentierten jedoch, der Staat solle ihr damaliges Alter, ihre psychische Erkrankung sowie ihre Angaben über schweren sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit berücksichtigen. Die Strafvollzugsbehörde von Tennessee erklärte, das Hinrichtungsprotokoll des Bundesstaates sei streng befolgt worden. Das Protokoll sieht vor, dass eine zweite Dosis des Medikaments verabreicht wird, falls der Häftling nach der ersten Dosis noch nicht gestorben ist. Es legt jedoch nicht fest, was geschieht, wenn der Betroffene nach der zweiten Dosis noch am Leben ist.
Die Geschäftsführerin des Death Penalty Information Center, Robin M. Maher, bezeichnete das Geschehen um Pike als beispiellos. Sieben weitere Menschen hätten einen Hinrichtungsversuch überlebt, weil es nicht gelungen sei, für die Verabreichung der Injektion einen Zugang zu einer Vene zu finden. Vor Pike sei jedoch niemand nach der tatsächlichen Gabe der Medikamente am Leben geblieben.
Medienvertreter, die das Geschehen von einem separaten Raum aus verfolgten, berichteten, dass die Vorhänge zur Hinrichtungskammer um 19:27 Uhr hochgezogen worden seien und Pike auf einer Liege festgeschnallt gewesen sei.
„Ich werde diese Welt so verlassen, wie ich den Großteil meines Lebens verbracht habe: in Liebe“, sagte sie und beschrieb ihren Zustand als friedlich. Pike blieb jedoch bei Bewusstsein. Um 20:26 Uhr wurde laut den Zeugen die zweite Dosis des Präparats verabreicht. Hinter dem nun geschlossenen Vorhang war Pikes Schnarchen zu hören, bis das Mikrofon um 20:53 Uhr abgeschaltet wurde.
Zu diesem Zeitpunkt wurden die Medienvertreter angewiesen, den Bereich zu verlassen. Es war das zweite Mal in diesem Jahr, dass Tennessee eine Hinrichtung nicht durchführen konnte: Im Mai wurde die Exekution von Tony Carruthers abgebrochen, der wegen der Entführung und Tötung dreier Menschen im Jahr 1994 verurteilt worden war. Die medizinischen Mitarbeiter hatten mehr als eine Stunde lang vergeblich versucht, einen intravenösen Zugang für die Verabreichung des Mittels zu legen.
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