Nach dem Busunglück auf der A96 bei Buchloe mit zwei Toten und zahlreichen Verletzten ermittelt die Polizei zur Unfallursache. Ein 40-jähriger Fahrer steht im Fokus.
Nach dem schweren Busunglück auf der Autobahn 96 bei Buchloe, bei dem am Sonntagmorgen zwei Menschen ums Leben kamen und zahlreiche weitere verletzt wurden, konzentrieren sich die Ermittlungen nun auf die Unfallursache. Die Polizei muss zudem die Identität der Opfer noch abschließend klären. So war am Vortag unklar geblieben, wer das zweite Todesopfer ist. Auch die genaue Anzahl der Verletzten und der Grad ihrer jeweiligen Verletzungen konnten zunächst nicht gesichert benannt werden.
Identität der Todesopfer geklärt
Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem zweiten Todesopfer um eine 27 Jahre alte philippinische Staatsangehörige, die in Italien lebte. Das andere Todesopfer, ein 58 Jahre alter Mann, war bereits zuvor identifiziert worden. Keiner der Schwerverletzten schwebte einen Tag nach dem Unglück noch in Lebensgefahr.
Bei dem Unfall nahe Buchloe war am Sonntagmorgen um kurz vor 6 Uhr ein Reisebus ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. Die 33-köpfige Reisegruppe war auf dem Weg von Mailand zum Münchner Oktoberfest. Es handelte sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord um in Italien ansässige philippinische Staatsangehörige. Darüber hinaus waren zwei italienische Busfahrer an Bord. Sie blieben unverletzt.
Ermittlungen gegen den Busfahrer
Gegen den 40-jährigen Fahrer, der zum Zeitpunkt des Unfalls am Steuer gesessen hatte, wird nun – wie in solchen Fällen üblich – wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr ermittelt. Schließlich starben zwei Menschen. Eine weitere Person schwebte zumindest anfangs in Lebensgefahr. Insgesamt wurden sechs Menschen direkt vom Unfallort zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen.
Zwei weitere wurden mit Rettungswagen in Kliniken gebracht. In einer Sammelstelle wurden zudem 22 weitere Verletzte versorgt, von denen mehrere dann ebenfalls noch in Krankenhäuser kamen. Der Unfall rief ein Großaufgebot von rund 130 Rettungskräften der Feuerwehr, 130 Sanitätern und etwa 20 Polizisten auf den Plan. Die Autobahn wurde zunächst in beide Richtungen voll gesperrt und dann peu à peu wieder freigegeben. Nach rund 8,5 Stunden konnte der Verkehr wieder frei fließen.
Gutachten zur Klärung der Unfallursache
Derweil gab die Staatsanwaltschaft ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag, um die Unfallursache zu klären. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.
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