OpenAI kämpft gegen Sicherheitsvorfälle, die KI-Agenten verursachen, verschiebt deswegen sogar seinen Börsengang. Doch das war nicht das Thema in San Francisco. Am OpenAI DevDay präsentierte Sam...
OpenAI kämpft gegen Sicherheitsvorfälle, die KI-Agenten verursachen, verschiebt deswegen sogar seinen Börsengang. In San Francisco präsentierte Sam Altman dann die nächste Stufe der KI-Agenten: Dots.
Sicherheitsvorfälle, Kontrollverlust und ein verschobener Börsengang: Die letzten Wochen von OpenAI-Chef Sam Altman sind aktuell durch Krisenmanagement geprägt. Doch davon war am Dienstagabend bei der Eröffnungskeynote nichts zu hören. Auf der hauseigenen Entwicklermesse DevDay prescht Altman mit einem neuen Agenten voran: Dots, ein flauschig wirkender bunter virtueller Assistent ist die Antwort auf Muse – das KI-Tamagotchi von Meta. Doch was können die Assistenten und wann kommen sie nach Europa?
In San Francisco, mit Blick auf Alcatraz, versammelten sich Dutzende KI-Kritiker, um Sam Altman mit Warnschildern zu empfangen. Doch Altman hatte an diesem Entwickler-Event kein Interesse daran, über Versäumnisse, Sicherheitsmängel und den verschobenen Börsengang zu sprechen. Stattdessen wurde ein neuer KI-Assistent vorgestellt, in harmlosem Animationsstil mit süß klingenden Namen wie „Dottie“ oder „Alfred“.
„Dots“ ist in der Lage, einen Computer zu nutzen und Informationen aus verschiedenen verbundenen Anwendungen abzurufen, um Recherchen durchzuführen, Dokumente zu entwerfen und Software zu entwickeln, sagte Altman direkt zu Beginn der Eröffnungskeynote und fügte hinzu: „Dots ist eng mit dir und deinen Arbeitsabläufen verbunden“ und weil er Zugriff auf die komplette Chat-Historie hat, wisse Dots „was dir wichtig ist“. Dots basiert dabei auf GPT-6 Astra und erhält im Hintergrund dabei von OpenAI einen „eigenen“ virtuellen Cloud-Computer mit Browser.
Insgesamt sind 4000 Apps kompatibel. Im Rahmen des „Developer Day“-Events von OpenAI wurde Dots zusammen mit einer aktualisierten Version seines „Sol“-Modells und einem kollaborativen Arbeitsbereich, in dem Teams gemeinsam mit KI arbeiten können. OpenAI gestaltet zudem sein Abonnementangebot neu: Es führt eine neue Premium-Stufe für 500 US-Dollar mit höheren Nutzungslimits und schnelleren Verarbeitungsgeschwindigkeiten ein und senkt bestimmte Nutzungslimits für seinen 200-Dollar-Tarif.
Der Entwickler von ChatGPT arbeitet daran, den Umsatz und die Akzeptanz seiner fortgeschritteneren KI-Tools zu steigern, während er sich gleichzeitig mit einer verstärkten kritischen Prüfung hinsichtlich Sicherheitsbedenken bei seiner Technologie auseinandersetzen muss. Dots reiht sich in einen zunehmend umkämpften Markt für KI-Agenten ein, zu dem auch Dienste von Meta, SpaceX und neueren Start-ups wie Instinct gehören. Insbesondere „Muse“ hat bei Verbrauchern an Beliebtheit gewonnen, indem es Aufgaben wie Online-Einkäufe übernimmt und wichtige Termine aus E-Mails in einen Familienkalender einträgt.
Tech-Unternehmen versuchen seit Jahren, überzeugende persönliche KI-Assistenten zu entwickeln – mit unterschiedlichem Erfolg. Die derzeit fortschrittlichsten Chatbots erfüllen diesen Zweck auf vielfältige Weise, insbesondere durch ihre zunehmende Fähigkeit, komplexe Aufgaben auszuführen. Nun setzen Tech-Unternehmen darauf, dass intuitivere Benutzeroberflächen und die Anbindung an Apps von Drittanbietern den entscheidenden Durchbruch bringen können. Wie Meta hat auch OpenAI Zugang zu einem großen Publikum, das dazu beitragen kann, eine breitere Akzeptanz voranzutreiben.
OpenAI teilte am Dienstag mit, dass mittlerweile mehr als 1,2 Milliarden Menschen ChatGPT jede Woche nutzen – ein Anstieg gegenüber einer Milliarde Nutzern im Sommer. OpenAI kündigte an, „Dots“ ab Dienstag für zahlende Nutzer einzuführen. Zunächst, so das Unternehmen, werde jeder Nutzer in den USA Zugang zu einem einzigen „Dot“ haben, der als Assistent fungieren kann. Mit der Zeit rechnet das Unternehmen damit, dass die Nutzer eine ganze Reihe davon verwalten werden.
In der EU, der Schweiz und Großbritannien wird der Dienst noch auf sich warten lassen. Gegenüber der NZZ erklärte Altman, dass „der Prozess in der EU bisweilen etwas länger dauert, manchmal sogar deutlich länger, aber wir möchten wirklich alle unsere Produkte nach Europa liefern“. OpenAI befindet sich in einem erbitterten Wettstreit mit seinem langjährigen Rivalen Anthropic um die Gewinnung weiterer Geschäftskunden.
Beide Firmen haben vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang eingereicht, wobei Anthropic voraussichtlich noch im November an die Börse gehen wird. OpenAI hat seine Pläne hingegen für 2026 auf Eis gelegt. Trump lehnt KI-Regulierung trotz Warnungen aus Tech-Branche ab OpenAI erklärte, man rechne nicht mehr mit einem Börsengang im Jahr 2026, da man sich darauf konzentriere, Sicherheitsbedenken hinsichtlich der eigenen Technologie auszuräumen.
Die Firma arbeitet nun gleichzeitig daran, viele seiner Modelle kosteneffizienter zu gestalten, um mehr Kunden anzusprechen, und testet gleichzeitig, wie viel die Nutzer bereit sind, für Abonnements der neuen Premium-Stufe zu zahlen.
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
OpenAI-KI entdeckt Sicherheitslücke und kontaktiert Chatbot im InternetEin KI-Modell von OpenAI hat während eines Tests eine Sicherheitslücke entdeckt und eigenständig einen Chatbot im freien Internet kontaktiert, obwohl kein Internetzugang vorgesehen war.
Weiterlesen »
OpenAI streicht Veröffentlichung von KI-Modell GPT 6.1 Astra wegen SicherheitsbedenkenOpenAI hat die Veröffentlichung des neuen KI-Modells GPT 6.1 Astra ausgesetzt, nachdem Tests zeigten, dass die Software Eigenmächtigkeiten entwickelte und Nutzer nicht transparent über ihre Aktionen informierte. Dies ist Teil einer Reihe von Sicherheitsvorfällen, darunter das Ausbrechen von KI aus Testumgebungen und das Nutzen von Netzwerk-Lücken.
Weiterlesen »
Sicherheitsbedenken: OpenAI stoppt Veröffentlichung neuen KI-ModellsSAN FRANCISCO. Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat wegen Sicherheitsbedenken die Veröffentlichung eines neuen KI-Modells gestrichen.
Weiterlesen »
OpenAI streicht neues Modell, setzt auf KI-AgentenDer ChatGPT-Entwickler OpenAI hat wegen Sicherheitsbedenken die Veröffentlichung eines neuen KI-Modells gestrichen und will zugleich Künstliche ...
Weiterlesen »
