Bundesheer und Austrian Airlines starten Pilotprojekt für Militärpiloten

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Bundesheer und Austrian Airlines starten Pilotprojekt für Militärpiloten
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Das Bundesheer und Austrian Airlines starten ein Pilotprojekt: Zwei Militärpiloten wechseln künftig zwischen militärischem und zivilem Flugbetrieb, um Personal zu halten und Engpässe zu decken.

Das Bundesheer und Austrian Airlines haben ein gemeinsames Pilotprojekt gestartet, bei dem Militärpiloten künftig zwischen militärischem und zivilem Flugbetrieb wechseln sollen. Am Montag begannen zwei Bundesheer piloten – ein Hubschrauberpilot und ein Jetpilot – ihre Typenschulung auf dem Airbus A320 bei Austrian Airlines. Ziel der Kooperation ist es, erfahrene Militärpiloten längerfristig für die Luftstreitkräfte des Bundesheer s zu halten.

Hintergrund und Zielsetzung der Kooperation

Bislang können Piloten nach Ablauf ihrer mindestens achtjährigen Verpflichtungszeit aus dem Bundesheer ausscheiden und in die zivile Luftfahrt wechseln. Durch die Zusammenarbeit mit Austrian Airlines sollen sie künftig weitere zehn Jahre zumindest jeweils sechs Monate pro Jahr für das Bundesheer fliegen. Dadurch bleiben das Wissen und die Fähigkeiten der umfassend ausgebildeten Militäreinsatzpiloten längerfristig erhalten.

Gleichzeitig soll die Kooperation den Aufbau von Milizpiloten ermöglichen. Austrian Airlines kann mit dem sogenannten Sharing-Modell wiederum Personalengpässe und Spitzenzeiten im Flugbetrieb besser abdecken.

Ausbildung und Einsatzplanung der Piloten

Die grundlegende Befähigung zum Fliegen von Flächenflugzeugen sowie die dafür erforderlichen Lizenzen erwerben die Militärpiloten bereits während ihrer fliegerischen Grundausbildung. Für den Einsatz im zivilen Linienflugbetrieb ist daher im Wesentlichen noch die entsprechende Typenschulung erforderlich. Diese soll im Sommer 2027 abgeschlossen sein.

Anschließend sollen die beiden Piloten im Linienbetrieb von Austrian Airlines eingesetzt werden. Ab 2028 ist die Teilzeitanstellung bei Bundesheer und Austrian Airlines vorgesehen. Geplant ist, dass die Piloten von November bis April beim Bundesheer und von Mai bis Oktober bei Austrian Airlines im Cockpit sitzen.

Evaluation und Ausblick

Nach der ersten Saison wird das Pilotprojekt durch die Luftstreitkräfte des Bundesheers evaluiert, um die Erfahrungen auszuwerten und die weitere Umsetzung zu beurteilen. Zwei Militärpiloten starten im Herbst 2026 mit der Umsetzung des Projekts. Sie sollen erste Erfahrungen sammeln und die praktische Umsetzung des Modells erproben.

Was in anderen Ländern wie Norwegen bereits Realität ist, bahnt sich auch in Österreich an: Die Luftstreitkräfte des Bundesheers und Austrian Airlines starten ein gemeinsames Pilotprojekt. Dabei sollen Bundesheer-Piloten jeweils ein halbes Jahr für Austrian Airlines im Passagierverkehr und ein halbes Jahr für das Bundesheer im militärischen Flugbetrieb tätig sein.

V.l.n.r.: Stefan-Kenan Scheib, COO von Austrian Airlines, Gerfried Promberger, der Kommandant der Luftstreitkräfte, sowie Ewald Roithner, Austrian Airlines Fleet Chief Short & Medium Range.

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