BSW lässt Sahra Wagenknecht aus Parteinamen fallen

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BSW lässt Sahra Wagenknecht aus Parteinamen fallen
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Ab dem 1. Oktober verschwindet der Name von Sahra Wagenknecht offiziell aus der Bezeichnung des Bündnisses Sahra Wagenknecht. Die Partei wird künftig als Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft firmieren, wobei das Kürzel BSW beibehalten wird. Die Umbenennung erfolgt, da sich das Kürzel bereits etabliert hat und der Name der Gründerin nur als Übergangslösung diente. Gleichzeitig steht das BSW vor politischen Herausforderungen, darunter das knappe Verspielen des Bundestagszugs 2025 und laufende Koalitionsgespräche mit der AfD in Sachsen-Anhalt.

Mit dem Zugpferd Sahra Wagenknecht versucht sich das BSW in der deutschen Politik zu etablieren – nun steckt die Parteigründerin selbst nicht mehr im Namen.

Der Name ist weg, das Kürzel bleibt – mit dem heutigen 1. Oktober verschwindet Sahra Wagenknecht offiziell aus dem Parteinamen des BSW. Aus dem „Bündnis Sahra Wagenknecht“ wird nun das deutlich sperrigere „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“. Die Umbenennung war bereits im Dezember 2025 beschlossen worden.

Damals hatte die Partei allerdings festgelegt, bei den Landtagswahlen 2026 noch unter dem Namen ihrer Gründerin anzutreten. Erst danach sollte der neue Name offiziell werden. Das BSW selbst nahm den Namenswechsel mit einem bekannten Werbespruch auf die leichte Schulter.

„Die Älteren werden sich erinnern: Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nichts“, teilte die Partei mit.

„Ganz ähnlich ist es beim BSW. “ Das Kürzel bleibt also unverändert. Nach Angaben der Partei waren für dessen neue Langfassung Hunderte Vorschläge eingegangen. Ein Parteitag entschied sich schließlich für „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“.

Generalsekretär Oliver Ruhnert erklärte, der Name der Parteigründerin sei von Beginn an als Übergangslösung gedacht gewesen. Man habe Wagenknechts Namen und Popularität genutzt, um das politische Profil hervorzuheben und die neue Partei im Parteienfeld erkennbar zu machen. Mittlerweile habe sich das Kürzel BSW etabliert. Wagenknecht hatte das BSW 2023 zunächst als Verein und Anfang 2024 als Partei gegründet.

Zuvor war sie langjährige Politikerin der Linken und Vorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag. Inzwischen wird die Partei von den ehemaligen Linken-Politikern Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali geführt. Wagenknecht gilt laut „Zeit“ dennoch weiterhin als einflussreich. Bei der deutschen Bundestagswahl 2025 verpasste das BSW den Einzug in den Bundestag knapp.

Die Partei verbindet gesellschaftlich konservative und wirtschaftlich linke Positionen mit einer außenpolitisch natoskeptischen Haltung. Auf Landesebene war das BSW zeitweise an Koalitionen mit CDU und SPD beteiligt. In Thüringen löste sich die BSW-Landtagsfraktion Anfang September auf, um die dortige CDU-geführte Regierung unabhängig von der Bundespartei weiterführen zu können. Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt führt das BSW zudem Gespräche mit der AfD über eine mögliche Regierungsbildung.

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