Brand in Fußach: Sicherheit beim Balkongrillen steht im Fokus

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Brand in Fußach: Sicherheit beim Balkongrillen steht im Fokus
Balkongrill, Brandverhütung, Elektrogrill

Nach einem verheerenden Wohnungsbrand in Fußach, der sechs von acht Wohnungen unbewohnbar machte, rückt die Sicherheit beim Grillen auf Balkonen in den Fokus. Fachleute empfehlen Elektrogrills für Balkone und warnen vor gefährlichen Fehlern, insbesondere beim Umgang mit Holzkohle und Gas, die zu Stichflammen und Verpuffungen führen können. Die Ermittlungen zum Ursprung des Feuers laufen noch.

Nach dem verheerenden Wohnungsbrand in Fußach rückt die Sicherheit beim Grillen auf Balkonen in den Fokus. Fachleute empfehlen dort Elektrogrill s – und warnen vor mehreren gefährlichen Fehlern.

Ein Brand in einem Mehrparteienhaus in Fußach hat am Mittwoch, 16. September 2026, sechs von acht Wohnungen unbewohnbar gemacht. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden war erheblich. Nach Angaben von Einsatzleiter Thomas Scheutz dürfte das Feuer im Bereich eines Grills bei einer unteren Wohnung entstanden sein und sich anschließend über die Balkone auf weitere Wohnungen ausgebreitet haben.

Welche Art von Grill verwendet wurde, gibt die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen. Der Fall zeigt, wie schnell sich Feuer auf Balkonen und Terrassen ausbreiten kann. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit empfiehlt laut ORF deshalb für Balkone und kleinere Terrassen einen Elektrogrill.

Auch dieser muss allerdings sicher aufgestellt werden. Das Gerät sollte trocken sowie auf einer ebenen und stabilen Fläche stehen. Zu brennbaren Materialien wie Holzverkleidungen, Sichtschutzmatten, Sonnenschirmen, Polstermöbeln oder Pflanzen ist ausreichend Abstand notwendig. Auch oberhalb des Grills sollte genügend Platz vorhanden sein.

Bei Holzkohle können bereits leichte Windböen für Funkenflug sorgen. Die Brandverhütungsstelle Vorarlberg empfiehlt für Holzkohlegrills ausschließlich geeignete feste Anzündhilfen wie Zündwürfel, Anzündriegel oder Grillpaste. Benzin, Brennspiritus und Bioethanol dürfen dafür nicht verwendet werden. Sie können Stichflammen und Verpuffungen verursachen.

Bei Gasgrills sollte die Zündung immer mit geöffnetem Deckel erfolgen. Anschlüsse und Schläuche sollten regelmäßig kontrolliert werden. Für eine Dichtheitsprüfung eignen sich laut ORF Lecksuchspray oder Seifenwasser – keinesfalls ein Feuerzeug. Gasflaschen dürfen nach dem Grillen zudem nicht in Stiegenhäusern, Kellern oder Garagen gelagert werden.

Während des Grillens sollte das Gerät nie unbeaufsichtigt bleiben. Kinder müssen entsprechend beaufsichtigt werden. Ein Kübel Wasser, eine Löschdecke oder ein Feuerlöscher sollten für den Notfall griffbereit sein. Gefahr besteht auch lange nach dem Essen: Restglut muss vollständig gelöscht werden.

Asche sollte mindestens 48 Stunden ausglühen und darf nicht in Kartons, Kunststoffbehältern oder Müllsäcken entsorgt werden. Grillen auf Balkon, Terrasse oder im Garten ist in Österreich laut ORF grundsätzlich sowohl bei Miet- als auch bei Eigentumswohnungen möglich. Einschränkungen können jedoch im Mietvertrag oder in der Hausordnung festgelegt sein. Dort können etwa bestimmte Grillzeiten, vorgesehene Grillplätze oder erlaubte Gerätetypen geregelt sein.

Zusätzlich müssen örtliche Vorschriften und nachbarschaftsrechtliche Bestimmungen berücksichtigt werden. Rauch und Geruch dürfen gemäß § 364 Abs. 2 ABGB das ortsübliche Maß nicht überschreiten. Klar tabu ist Grillen laut ORF außerdem auf Fluchtwegen wie Laubengängen oder in Stiegenhäusern.

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Balkongrill Brandverhütung Elektrogrill Holzkohle Gasgrill

 

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