Hasenkopf-Kugelfisch in der Adria: Giftiger Exot breitet sich aus, bedroht Fischer und Badegäste. Experten warnen vor tödlichem Nervengift.
Gefährlicher Fang eines Kroaten in der Adria! Ein Angler fischte einen der weltweit giftigsten Fische aus dem Meer. Der Fund sorgt für Aufsehen. Anfang der Woche mussten ein Angler in der Kvarner-Bucht in Rijeka seinem Instinkt und seinem Fachwissen vertrauten, denn: An der Angel hatte der Kroate einen hochgiftigen Tropenfisch!
Der Mann reagierte sofort. Werde Whatsapp-Leserreporter unter der Nummer 0670 400 400 4 und kassiere 50 Euro für dein Foto in der Tageszeitung oder dein Video auf Heute.at! Damit hatte der Angler in Rijeka überhaupt nicht gerechnet! Statt eines gewöhnlichen Speisefisches zappelte plötzlich ein gefährlicher Exot an seiner Angel: EinLaut dem kroatischen Blog reagierte der Angler sofort und zog den Giftfisch aus dem Meer, kontaktierte in weiterer Folge Fachleute.
Kurz darauf wurde der invasive Eindringling von MItarbeitern des Naturhistorischen Museums in Rijeka für weitere wissenschaftliche Untersuchungen abgeholt. Der Tropenfisch breitet sich im Mittelmeer rasant aus – und kann für Menschen tödlich werden. Die invasive Art stammt ursprünglich aus dem Indischen und Pazifischen Ozean und dürfte über den Suezkanal ins Mittelmeer gelangt sein. Dort fühlt sich der Tropenfisch mittlerweile offenbar ausgesprochen wohl.
In den vergangenen Jahren wurde die Art immer häufiger gesichtet und breitet sich weiter aus. erstmals wurde der Gift-Fisch 2012 in Kroatien, damals in Dubrovnik, gesichtet. Besonders gefährlich ist der Hasenkopf-Kugelfisch, wenn er auf dem Teller landet. Teile des Tieres enthalten Tetrodotoxin. Das starke Nervengift kann bereits in geringen Mengen zu schweren Vergiftungen führen und im schlimmsten Fall tödlich sein.
Deshalb gilt:Doch auch einem lebenden Exemplar sollte man besser nicht zu nahe kommen. Zwar ist der Biss selbst nicht giftig, der Kugelfisch verfügt allerdings über einen äußerst kräftigen Kiefer. Damit kann er tiefe Fleischwunden verursachen. Beobachtungen von Meeresbiologen zufolge zeigen die Tiere zudem teilweise wenig Scheu vor Menschen.
Auch Gruppen der Fische können auftreten. Kommt es tatsächlich zu einem Biss, sollte die Wunde rasch mit sauberem Wasser und Seife gereinigt werden. Anschließend kann mit einer sterilen Kompresse oder einem sauberen Tuch Druck auf die Wunde ausgeübt werden. Bei einer stärkeren Blutung sollte das betroffene Körperteil – sofern möglich – hochgelagert werden.
Eine ärztliche Abklärung ist ratsam, damit die Verletzung fachgerecht behandelt und unter anderem der Tetanusschutz überprüft werden kann. Lässt sich eine starke Blutung nicht stoppen, sollte sofort der Notruf gewählt werden. Dass sich der Hasenkopf-Kugelfisch im Mittelmeer ausbreitet, hat mehrere mögliche Ursachen. Steigende Wassertemperaturen schaffen günstigere Bedingungen für wärmeliebende Arten.
Gleichzeitig können menschliche Eingriffe in die Ökosysteme die Ausbreitung invasiver Arten begünstigen. Für Fischer ist der Eindringling auch wirtschaftlich ein Problem. Die Tiere fressen andere Meeresbewohner und können mit ihren kräftigen Zähnen Fanggeräte und Netze beschädigen. Damit wird der giftige Exot zunehmend zu einem ungebetenen Dauergast im Mittelmeer.
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