Alice Weidel und Tino Chrupalla sollen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters den Kreml-Berater Kirill Dmitrijew treffen. Das Gesprächsthema: Die Wiederaufnahme von Gaslieferungen. Eine...
Alice Weidel und Tino Chrupalla sollen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters den Kreml-Berater Kirill Dmitrijew treffen. Das Gesprächsthema: Die Wiederaufnahme von Gaslieferungen. Eine Bestätigung für das Treffen gibt es vorerst nicht.
Die AfD-Führung und ein Wirtschaftsberater des russischen Präsidenten Wladimir Putin bereiten zwei Insidern zufolge ein Treffen im kommenden Frühling vor, bei dem über eine Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach Deutschland beraten werden soll. An den Gesprächen sollen der Chef des russischen Staatsfonds, Kirill Dmitrijew, sowie die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla teilnehmen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.
Die deutsche Bundesregierung lehnt die Wiederaufnahme der von Russland nach dem Überfall auf die Ukraine gestoppten Gaslieferungen wegen des Krieges ab. Auch die EU insgesamt untersagt mittlerweile die Einfuhr von russischem Pipelinegas. Die AfD versucht vor allem in Ostdeutschland mit der Nähe zu Russland zu punkten. Am Wochenende finden in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin Landtagswahlen statt.
Als mögliche Orte für ein Treffen von AfD-Vertretern mit russischen Offiziellen seien Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Indien im Gespräch, hieß es von den Insidern weiter. Die Organisatoren hofften auf eine Teilnahme der US-Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner, die Dmitrijew diesen Monat in Moskau getroffen hatte. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter erklärte jedoch, Witkoff und Kushner seien weder über das Treffen informiert noch dazu eingeladen worden. Die AfD und ein Vertreter Dmitrijews lehnten eine Stellungnahme ab.
Die AfD erhofft sich von dem Treffen den Insidern zufolge, ihre außenpolitische Kompetenz zu demonstrieren und die Regierung wegen der hohen Energiepreise unter Druck zu setzen. Weidel hatte sich jüngst für ein Ende des Boykotts von russischem Öl und Gas ausgesprochen. Unterstützung für die AfD-Initiative kam von der US-Handelskammer in Moskau .
„Wir sehen den Vorschlag des Leiters des russischen Direktinvestitionsfonds, Kirill Dmitrijew, ein trilaterales Wirtschaftsforum im Jahr 2027 abzuhalten, als einen positiven und zeitgemäßen Schritt“, sagte AmCham-Präsident Robert Agee. „Jede Plattform, die die Wiederherstellung des geschäftlichen Dialogs und die Rückkehr des gesunden Menschenverstands fördert, verdient Aufmerksamkeit.
“ Die Einbindung Deutschlands als wichtigste europäische Volkswirtschaft könne zudem „eine breitere Basis für die Diskussion von Fragen schaffen, die sowohl für diese Länder als auch für den Rest der Welt von Bedeutung sind“, erklärte Agee weiter.
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