Die Berglandmilch wird in ihrer Generalversammlung am Freitag die Fusion mit der Milchsparte der Obersteirischen Molkerei besiegeln. Die OM-Genossenschafter haben bereits mit über 90 Prozent Zustimmung votiert. Der Zusammenschluss wird die Berglandmilch zur größten Molkerei Österreichs ausbauen und die Verarbeitungskapazität für steirische und oberösterreichische Milchproduzenten sichern.
Die Berglandmilch wird in ihrer Generalversammlung am Freitagvormittag aller Voraussicht nach die Fusion mit der Milchsparte der Obersteirischen Molkerei (OM) beschließen. Die Mehrheit der OM-Genossenschafter hat dem Zusammenschluss bereits am Dienstag bei der Generalversammlung in Kobenz zugestimmt. 92 Prozent der 791 Stimmberechtigten waren dafür.
Auch bei der Berglandmilch rechnet man mit Zustimmung. Der Merger muss aber noch von der Wettbewerbsbehörde genehmigt werden. Die oberösterreichische Berglandmilch ist mit einem Umsatz von zuletzt über 1,3 Mrd. Euro die mit Abstand größte Molkerei in Österreich.
Sie entstand 1994 vor dem Hintergrund des anstehenden EU-Beitritts Österreichs durch den Zusammenschluss von sechs regionalen Molkereien - Schärdinger Landmolkerei, Linzer Molkerei, Milchunion Alpenvorland, Molkerei im Mostviertel, Milchverarbeitung Desserta und Bäuerliche Milchunion Kärnten. Im Jahr 2009 kam die Landfrisch Molkerei, 2010 die Tirol Milch und 2011 die Stainzer Milch dazu. Die rund 8.000 Bäuerinnen und Bauern unter dem Dach der Berglandmilch sind heute nach wie vor Eigentümer dieser Muttergenossenschaften, die wiederum Anteile an der operativen Tochter Berglandmilch halten.
Nun würde die Obersteirische Molkerei als weitere Muttergenossenschaft dazukommen und dafür knapp 10 Prozent Anteile an Berglandmilch bekommen. Die bisherigen Berglandmilch-Muttergenossenschaften erhalten im Gegenzug - indirekt über die operative Tochter - Anteile an den Milchstandorten der OM. Die Obersteirische Molkerei, die 2025 mit Milchprodukten rund 162 Mio. Euro umsetzte, wird von rund 1.200 größtenteils steirischen Bauern mit Milch beliefert.
Gegenstand des angestrebten Mergers ist die Milchsparte mit den Standorten Knittelfeld und Spielberg. Die Molkerei in Kapfenberg - rund 34 Mitarbeiter - ist laut Obmann Jakob Karner nicht Teil der Einbringung in die Berglandmilch, sie würde im Falle des Abschlusses des Projekts an die Berglandmilch vermietet werden. Andere Tochterfirmen wie Landforst Lagerhaus, ÖForst Forsttechnik und Steyr Center Murtal betreibt die OM selbst weiter. Im Jahr 2025 betrug der Konzernumsatz der Obersteirischen Molkerei und ihrer Töchter rund 390 Mio. Euro. Die Bauern auf beiden Seiten hätten mit dem Zusammenschlus
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