Die E-Mopeds sind jetzt verbannt. Herrscht nun endlich Ruhe am Radweg oder doch wieder nur ein neues Chaos? Die „Krone“ war an mehreren stark ...
Die E-Mopeds sind jetzt verbannt. Herrscht nun endlich Ruhe am Radweg oder doch wieder nur ein neues Chaos? Die „Krone“ war an mehreren stark frequentierten Orten unterwegs und schaute sich um.
Die Gefahr ist noch lange nicht gebannt. Seit Donnerstag gelten die neuen gesetzlichen Regelungen für E-Mopeds. Ab sofort ist unter anderem eine Zulassung für die Gefährte erforderlich und sie dürfen nicht mehr auf Radwegen fahren. Die „Krone“ war am ersten Tag in der Stadt unterwegs.
Beim Lokalaugenschein in der Praterstraße zeigt sich: Das Verbot dürfte vorerst seine Wirkung zeigen. Am viel befahrenen Radhighway ist an diesem Vormittag wie immer sehr viel los. Doch weit und breit sind keine E-Mopeds mehr zu sehen. Pensionistin Frederike G. freut sich darüber.
Sie wohnt in unmittelbarer Nähe und berichtet von brenzligen Situationen, die sich hier ereignet hätten: „Das war sehr oft lebensgefährlich!
“ Sie befürwortet die neuen Regeln, doch ob sich auch etwas ändern wird, zweifelt sie an. Auch Radfahrer und E-Scooter-Fahrer stellen laut ihr eine Gefahr dar.
„Mein altes Moped steht jetzt bei mir zu Hause. Für mich sind die neuen Regelungen okay. Es ist nicht so schlimm. Aber das neue E-Bike war schon sehr teuer.
“„Mit dem Rad ist es anstrengender und gefährlicher als vorher, weil die E-Bikes mehr wiegen als die Mopeds. Meines musste ich wegschmeißen. Es hatte 2000 Euro gekostet.
“„Die E-Moped-Fahrer sind auf den Radwegen wirklich ganz schön schnell unterwegs gewesen. Für sie ist die Situation aber nicht leicht. Wo sollen sie denn hin? Auf der Straße ist es auch ja gefährlich.
“E-Mopeds haben für mich nichts auf Radwegen verloren. Die Zusteller sind gefährlich gefahren. Sie waren zu schnell und wenig aufmerksam. Sie haben nie gestopptMit dem Rad ist es anstrengender und gefährlicher, weil die E-Bikes mehr wiegen als die Mopeds.
Meines musste ich wegschmeißen. Es hat 2000 Euro gekostet. Zusteller Mustafa A. nimmt die Veränderungen gelassen. Wir treffen ihn auf der Alserstraße, wo er das Essen auf seinem neuen Fahrrad liefert.
Mohammad I. arbeitet für Foodora. Ihn beschäftigt neben den Kosten auch die körperliche Belastung. Karl S. hat Verständnis für die Essensboten und nimmt die Konsumenten in die Verantwortung. Der Pensionist findet: „Die Menschen sind zu faul zum Kochen und dann beschweren sie sich über die Lieferanten.
“ Tom E. sieht das ähnlich. Für ihn haben Mopeds nichts auf dem Radweg verloren: „Die Zusteller sind gefährlich gefahren. Sie haben nie gestoppt und immer auf das Handy geschaut.
“ Mit den neuen Regelungen ist es für den 50-Jährigen jedoch nicht getan. „Eigentlich müsste es auf den Radwegen eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung geben, wie auf der Straße auch“, erzählt er. Damit hat er einen Punkt. Denn die neuen E-Bikes, die E-Mopeds ersetzen, rasen jetzt mit teils bis zu 45 km/h auf den Radwegen.
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