Albanien im Wandel – auf Entdeckertour zu malerischen Stränden, durch wildromantische Landschaften und mit Blick auf eine geerdete ...
Schon aus der Luft, über den „Verwunschenen Bergen“ der Dinarischen Alpen im Norden, lassen sich die landschaftlichen Vorzüge Albaniens erahnen. In sattes Grün wird im Anflug auf die Hauptstadt Tirana eingetaucht.
Verschwunden sind die hell- bis dunkelbraunen Töne gleich nach dem Start in Wien. Der extreme Hitzesommer, der sich in ausgetrockneten Böden widerspiegelt, hat im Balkanstaat keine sichtbaren Spuren hinterlassen. Mit der Frische dieser überraschenden Einsicht steuern wir nach der Landung zum Auftakt unserer Sieben-Tage-Tour im Leihauto Berat an. Ganz oben auf der Liste architektonischer Kostbarkeiten der UNESCO steht Berat.
Die „Stadt der tausend Fenster“, fast 100 Kilometer südlich von Tirana, ist berühmt für ihre weißen Häuser, an zwei Talhängen dicht aneinandergereiht. Die Stadt Gjirokastra im osmanischen Baustil steht ihr um nichts nach. Eine herrliche Aussicht ins Tal bietet sich auf der Burg. Die „Stadt der tausend Fenster“ wirkt wie ein Freilichtmuseum.
„Jeder Gast, der das alte Viertel Mangalem betritt, ist fasziniert von der Baukunst im osmanischen Stil. Der Hügel ist übersät von weißen Häusern, ihre übergroßen, dicht aneinandergereihten Fenster erzeugen visuell fast einen hypnotischen Rhythmus“, beschreibt Reiseleiter Afrim das Gefühl bei einem Spaziergang durch die gepflasterten Gassen treffend. Jede Ecke steckt voller Geschichte. Die Wurzeln dieses architektonischen UNESCO-Juwels reichen mehr als 2400 Jahre zurück.
Abenteuerlich ist das Tubing auf dem Fluss in der Osum-Schlucht. Auf einem dicken Reifenschlauch lässt es sich mit sportlicher Begeisterung zwischen drei Millionen Jahre alten, 100 Meter hohen Felsformationen und imposant herabstürzenden Fluten wie dem „Wasserfall der Liebe“ herzhaft dahinplätschern. In Schwingung versetzen die Serpentinen auf der Fahrt durch den Nationalpark des Ceraunischen Gebirges, die zum Llogara-Pass führen. Der höchste Punkt gibt den Blick frei auf tiefes Blau bis zum schier endlosen Horizont.
Auf mehr als 1000 Meter über dem Meeresspiegel heben Paragleiter in schwindelerregende Höhen ab. Uns weht der Wind nach Himara. Der malerische Küstenort an der Albanischen Riviera offenbart jene Schönheiten, wofür das „Land der Adler“ bei den Touristen aktuell im Kurs kräftig steigt: Steile Berge treffen auf kristallklares, türkisblaues Wasser – ein verträumtes Fleckchen Erde, das längst nicht mehr im Verborgenen geblieben ist. Immer mehr Urlauber entdecken Albaniens sonnige Seiten neu.
Verlockend muten je nach Vorlieben leicht zugängliche Stadtstrände wie der „Himara Beach“ und der „Spile Beach“ oder versteckte Buchten wie der „Filikuri Beach“ an. Etwas abgelegen, aber dafür nahezu unberührt ist der „Gjipe Beach“ an der Albanischen Riviera zwischen Himara und Dhermi – ein Blickfang wegen seiner spektakulären Kalksteinschlucht. Nach einer halben Stunde Wanderung lässt sich die Idylle in vollen Zügen genießen. Prädikat: herausragend!
Wer Entspannung am Strand sucht, wird leicht fündig. Ins Schwärmen geraten Urlauber in Ksamil: „Ein Juwel am Meer.
“ Karibisch anmutende Buchten und die vorgelagerten Inseln mit coolen „Beach Clubs“ versprühen ein besonderes Flair. Dieser wohltuende Eindruck wird nur vom „Gjipe Beach“ an der Albanischen Riviera zwischen Dhermi und Himara überragt. Viel Platz in ruhiger, entspannter Umgebung bietet der „Borsh Beach“, einer der längsten Strände. Für feinen Sand, vorgelagerte kleine Inseln und karibisches Flair wird der Badeort Ksamil geschätzt.
Seinem Namen voll gerecht wird der „Mirror Beach“, wenn das Wasser im Sonnenlicht wie ein Spiegel glitzert. Erst vor wenigen Tagen im September hatte es noch angenehme 27 Grad Celsius. Die Neugierde der Urlauber quer durch Europa ist geweckt. In der Hafenstadt Vlora wird schon emsig ein Hotel nach dem anderen gebaut, um dem aufkommenden Reisetrend Rechnung zu tragen.
Wer mit dem Auto fährt, sollte achtgeben. Tempolimits wechseln abrupt von 90 auf 30 km/h – sogar auf Schnellstraßen. Geparkt wird überall, auch in unübersichtlichen Kurven. Noch halten sich die Preise in Grenzen.
Ein Sonnenschirm mit zwei Liegen am Strand machen zehn bis 15 Euro aus. Ein Dinner für zwei wie in der feinen Taverna Joan in Saranda kommt auf 35 bis 40 Euro, Erfrischungsgetränke inklusive. Espresso gibt es um einen Euro, einen Cappuccino um 1,5 bis zwei Euro. Alles ganz nach dem Geschmack kostenbewusster Gäste.
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