Nach dem Konkurs der Alpenländischen Schilderfabrik Gebell läuft der Betrieb weiter. Eine Übernahme ist möglich, die Finanzierung bis Ende Oktober gesichert.
Die Alpenländische Schilderfabrik Gebell in Feldkirchen in der Steiermark setzt ihren Betrieb nach der im September eröffneten Insolvenz fort. Eine Übernahme des Traditionsunternehmens gilt als möglich.
Neue Hoffnung für den Traditionsbetrieb
Noch Mitte September schien das Ende des steirischen Traditionsbetriebs besiegelt. Nun gibt es überraschend neue Hoffnung. Das Unternehmen wurde 1890 in Graz gegründet und machte sich über Jahrzehnte mit der Herstellung von Verkehrszeichen, Leiteinrichtungen und Schildern für Gemeinden und Städte einen Namen. Zuletzt hatte der Betrieb seinen Sitz in Feldkirchen.
Mitte September wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Eine Sanierung des Unternehmens sei damals nicht geplant gewesen. Wenige Wochen später präsentiert sich die Lage allerdings deutlich anders.
Finanzierung und Betrieb bis Ende Oktober gesichert
Wie die Kleine Zeitung berichtet, gibt es laut Masseverwalter Norbert Scherbaum reges Interesse an einer Fortführung des Betriebs. Eine Überbrückungslösung wurde demnach bereits gefunden. Die Finanzierung sei zumindest bis Ende Oktober gesichert. Der Betrieb steht damit keineswegs still.
Scherbaum zufolge wird voll produziert, mit allen 24 Beschäftigten. Auch neue Aufträge würden weiterhin angenommen und Angebote erstellt.
Übernahme in Aussicht
Auch für die Zeit danach gibt es Hoffnung. Nach Angaben des Masseverwalters sehe es sehr gut aus, dass das Unternehmen von jemandem übernommen wird. Wer als möglicher Käufer infrage kommt, ist derzeit allerdings noch offen. Namen könne Scherbaum noch keine nennen.
Nach der Insolvenz im September könnte die mehr als ein Jahrhundert lange Geschichte des steirischen Traditionsunternehmens damit doch noch weitergehen. Die Alpenländische Schilderfabrik Gebell blickt auf eine 136-jährige Geschichte zurück.
Bedeutung für die Region
Das Unternehmen ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und produziert Verkehrszeichen, Leiteinrichtungen und Schilder für Gemeinden und Städte. Die Fortführung sichert die Arbeitsplätze der 24 Beschäftigten und ermöglicht die Belieferung von Kommunen mit notwendigen Verkehrssicherheitseinrichtungen.
Die Entwicklung nach der Insolvenz zeigt, dass trotz anfänglicher Skepsis eine positive Wendung möglich ist. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob eine Übernahme zustande kommt und wie es langfristig mit dem Betrieb weitergeht.
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