Ein Mann sorgt in einem Tierheim in Saxon für Aufregung. Laut Verein wollte er eine Ziege töten und sexuelle Handlungen an dem Tier vornehmen.
Ein Mann sorgte am Dienstag in einem Tierheim in Saxon im schweizerischen Wallis für Aufregung. Laut dem Verein wollte er eine Ziege töten und später sexuelle Handlungen an dem Tier vornehmen.
Das Tierheim „4 Pattes pour Demain“ veröffentlichte nach dem Vorfall einen „Aufruf zur Wachsamkeit“. Demnach tauchte der Mann am Dienstag auf dem Gelände in Saxon auf und stellte zunächst eine ungewöhnliche Forderung. Laut Angaben des Vereins verlangte der Besucher zunächst, man solle ihm „eine Ziege geben, damit er sie töten und essen könne“. Der Leiter des Tierheims habe dies umgehend abgelehnt.
„Ich erklärte ihm sofort, dass dies absolut nicht infrage komme und dass die Tiere hier geschützt seien und als Haustiere betrachtet würden“, wird auf dem Instagram-Account des Vereins berichtet. Damit war die Angelegenheit allerdings nicht beendet. Trotz mehrerer Absagen soll der Mann weiter auf seinem Wunsch bestanden haben. Nach Angaben des Tierheims habe der Mann anschließend mehrfach darum gebeten, etwa 30 Minuten mit einer Ziege allein sein zu dürfen, um Geschlechtsverkehr mit ihr zu haben.
Das Personal forderte ihn daraufhin auf, das Gelände zu verlassen. Für den Fall, dass er sich weigere, wurde ihm laut Verein mit der Polizei gedroht. Der Mann soll daraufhin nicht gegangen sein. Die Verantwortlichen verständigten schließlich die Polizei.
Wenige Minuten später sei der Mann angehalten worden. Nach Darstellung des Vereins versuchte er beim Eintreffen der Beamten, durch die umliegenden Weinberge zu flüchten. Die Polizei habe ihn schließlich eingeholt und festgenommen. Die interkommunale Polizei 2 Rives bestätigte gegenüber „24 heures“ den Einsatz.
Weitere Angaben zum Mann oder zu den konkreten Vorwürfen machte die Polizei dem Bericht zufolge nicht. Damit ist insbesondere die Darstellung zu den sexuellen Absichten des Mannes auf die Angaben des Tierheims zurückzuführen. Eine unabhängige polizeiliche Bestätigung dieser Details liegt nach den vorliegenden Informationen nicht vor. Für den Verein ist der Vorfall auch deshalb besonders ernst, weil es bereits früher einen ähnlichen Fall gegeben habe.
„Bereits 2022 war unser Tierheim mit Misshandlungen an einer Stute konfrontiert“, teilte „4 Pattes pour Demain“ mit. Seit diesem Ereignis wisse man, „dass diese Art von Risiko nicht unterschätzt werden darf“, so der Verein. Der aktuelle Fall sorgte anschließend auch in den sozialen Medien für heftige Reaktionen. Das Tierheim schloss die Kommentarfunktion nach eigenen Angaben wegen Beleidigungen und persönlicher Angriffe.
Glücklicherweise sei im Tierheim keine Tat gegen das Tier verübt worden, betonte der Verein. Der Vorfall werde dennoch „äußerst ernst genommen“.
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