Die AfD klettert im Insa-Sonntagstrend erstmals auf 30 Prozent, während die Union unter Kanzler Merz mit 18 Prozent ihren schlechtesten Wert erreicht. Regierungsmehrheiten werden schwieriger.
Die AfD hat in einer neuen Insa-Umfrage für die Bild-Zeitung erstmals 30 Prozent erreicht, während die Union unter Kanzler Friedrich Merz auf 18 Prozent fällt – der schlechteste Wert, den Insa jemals für die CDU/CSU gemessen hat. Die Erhebung unter 1202 Befragten zeigt einen Vorsprung von zwölf Prozentpunkten für die von Alice Weidel und Tino Chrupalla geführte Partei.
AfD legt weiter zu, Union verliert
Die AfD klettert im Sonntagstrend um einen Prozentpunkt und erreicht zum ersten Mal die 30-Prozent-Marke bei Insa. Die Union verliert einen weiteren Punkt und kommt nur noch auf 18 Prozent. Auch in anderen Umfragen wie dem Politbarometer konnte die AfD zuletzt den Abstand ausbauen.
SPD und Grüne liegen in der aktuellen Erhebung gleichauf bei 14 Prozent, wobei die SPD unverändert bleibt und die Grünen einen Punkt verlieren. Die Linkspartei verharrt bei 10 Prozent. BSW und FDP liegen mit je 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Marke.
Regierungsbildung wird zunehmend schwierig
Während in Berlin an der Brandmauer gegen die AfD festgehalten wird, werden realistische Mehrheiten ohne die Rechtsaußenpartei immer schwieriger. Union und SPD kommen zusammen nur noch auf 32 Prozent – nicht einmal ein Drittel der Wähler. Auch ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linkspartei würde mit zusammen 38 Prozent keine parlamentarische Mehrheit erreichen.
Rechnerisch wären bei Insa Mehrheiten bei den Mandaten bereits mit weit weniger als 50 Prozent der Stimmen gegeben. Unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen wären Zweierbündnisse ausgeschlossen; es reicht nur noch für eine Dreierkoalition aus Union, SPD und Grünen.
Unzufriedenheit mit Kanzler und Regierung hoch
Die Unzufriedenheit ist hoch: Jeweils 79 Prozent der Befragten äußerten sich unzufrieden mit der Arbeit des Kanzlers und der Bundesregierung insgesamt. Diese Werte unterstreichen die schwierige Lage der Regierungsparteien.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der Daten. Hinzu kommt die Spannbreite möglicher Abweichungen: Insa gibt die maximale Fehlertoleranz mit plus/minus 2,9 Prozentpunkten an.
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