Die Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Die Presse.
Neutralität ist dann stark, wenn niemand an ihr zweifelt. Die Unsicherheit der Schweiz hinsichtlich ihrer Neutralität macht die Schweiz in den Augen der Weltgemeinschaft zu einem unzuverlässigen Vermittler.
Und das wird Europa zweifellos nicht sicherer machen. Für Österreich eröffnet dies dennoch eine Chance – nämlich die, als Plattform für internationale Verhandlungen zu dienen. In Zeiten eskalierender Konflikte und langwieriger Kriege ist es notwendig, einen neutralen Ort zu haben, an dem selbst die erbittertsten Gegner Vertrauen und Sicherheit empfinden können. Traditionell war die Schweiz ein solcher Ort.
Da sie jedoch mittlerweile immer häufiger ihren neutralen Status in Frage stellt und freiwillig Sanktionen verhängt, obwohl sie als Nicht-EU-Land dazu nicht verpflichtet ist, könnten die Konfliktparteien das Vertrauen in eine solche Vermittlungsplattform verlieren. Deshalb sollte Österreich zu einem solchen zuverlässigen Vermittler werden. Die Neutralität hat uns einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat gesichert, was uns zu einer zentralen Verhandlungsplattform machen kann – zu einem Ort, an dem Frieden geschaffen wird.
Soweit ich mich erinnere, war Robert Menasse einer der ersten Babler-Unterstützer und 2023 voller Hoffnung, dass der Babler-Kurs die SPÖ wieder auf den richtigen Weg bringt. Diese Ansicht teilte ich damals mit ihm. Nun stellt sich heraus, dass Andreas Babler ziemlich glücklos in seinem Wirken ist. Die Umfragewerte der SPÖ sind desaströs.
Was tun? Alles, was Menasse gegen Gerhard Zeiler ins Treffen führt, hat seine Berechtigung. Was mir beim Lesen seiner Dankesworte eingefallen ist, geht auf den unsterblichen Otto Schenk zurück.
In einem legendären Programm schildert er die Antwort seines strengen Professors, als er ihm voller Enthusiasmus den Hamlet vorsprach: „Lieber Herr Schenk, man kann den ,Hamlet‘ spielen: gehend, sitzend, auf dem Rücken liegend, auf dem Bauch liegend, verhetzt, gemessen, laut, leise philosophisch, nervös – man kann ihn spielen als Renaissancemensch, im modernen Gewand, als potenziellen Selbstmörder, als hämischen Kritiker, man kann ihn spielen keuchend, mit kurzem Atem, eloquent mit messerscharfer Rede, rhetorisch, konversationell. So wie Sie ihn g’spielt haben, kann man nicht spielen.
“ Diese Worte möchte ich Gerhard Zeiler widmen, wiewohl mir bewusst ist, dass ein Weiter-wie-bisher für die Babler-SPÖ kein „Wahlglück“ bringen wird. Das sei den Parteigranden der SPÖ ins Stammbuch geschrieben. Um bei Hamlet zu bleiben: Es geht um „Sein oder nicht sein“ für die Partei, wenn man keinen Ausweg aus der derzeitigen Umfragekrise findet. Danke, dass Sie auch Themen aufgreifen, die weniger bekannt sind.
So auch das Sachverständigenwesen. Dass zuerst der Bereich Pflegegeldeinstufung gewählt wurde, trifft bei uns Pflegenden einen wunden Punkt. Professionelle Pflege ist ein eigenständiger Beruf. In diesem Feld geht es bis zum Doktorat der Pflegewissenschaft.
Wieso der Pflegebedarf von einer fachfremden Person oberbegutachtet wird, ist weder schlüssig noch fachlich sinnvoll. Gerhard Strejcek ist zu danken, dass er an die legendäre „Radiofamilie“ erinnert hat. Der Verfasser dieses Leserbriefs ist insoweit ein Zeitzeuge, als er – zunächst als Kleinkind, später in einer Sprechrolle – die Figur des „Putschkerls“ verkörpert hat. Die Serie wurde 1952 von der US-Verwaltung ins Leben gerufen, ohne inhaltlich in Themen und Handlung einzugreifen.
Wie Strejcek hervorhebt, sollte damit auch ein Beitrag zum Aufbau einer westlichen Demokratie in Österreich geleistet werden. Der heutigen US-Regierung ist deren Unterstützung leider kein Anliegen mehr. Die Zeiten haben sich geändert! Wer ordentlich seinen Plastikmüll aussortiert und abgibt, läuft Gefahr, dass dieser im Ausland unsachgemäß weiterbehandelt wird und letztendlich über die Nahrungskette auf unseren Tellern landet.
Der Müll derjenigen, die das nicht machen, landet in der Wiener Müllverbrennung, die wohl mit entsprechenden Filtern ausgestattet ist, und trägt zumindest etwas zur Energiegewinnung bei. Wir benötigen keine preisgünstigen, meist weiblichen Putzkräfte; das können wir selbst erledigen. Wir benötigen keine Zuwanderung von Personen ohne Ausbildung, keine kriminellen Jugendbanden, keine fundamentalistisch „begründete“ Gewalt, besonders gegen Frauen. , die Sprache erlernen – und für den Spracherwerb seiner Kinder sorgen – und einer geregelten Beschäftigung nachgehen.
Wir sollten uns am kanadischen Modell ein Vorbild nehmen, das gute Sprachkenntnisse, Ausbildung und Berufserfahrung einfordert und die Besten aufnimmt. Sie möchten auf einen Artikel reagieren, widersprechen, zustimmen oder einen Gedanken zur öffentlichen Debatte beisteuern? Dann ist ein Leserbrief der richtige Weg.
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