500 Franken Strafe: Hund darf in Genf nicht ins Wasser

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500 Franken Strafe: Hund darf in Genf nicht ins Wasser
Busse, Genf, Genfersee

Eine Labradoodle-Hündin durfte sich während einer Hitzewelle kurz im Genfersee abkühlen. Die Halter müssen dafür 500 Franken bezahlen.

Eine kurze Abkühlung im Genf ersee kommt die Halter einer vierjährigen Labradoodle -Hündin teuer zu stehen. Weil das Tier an einem verbotenen Strand ins Wasser gelassen wurde, setzte es eine Busse von insgesamt 500 Franken.

Die vierjährige Hündin Gigi war an einem frühen Morgen Ende Juni an der Plage des Eaux-Vives in Genf ins Wasser gelassen worden. Der Grund: Während einer Hitzewelle sollte sich das Tier für wenige Minuten abkühlen. Nach Angaben der Halterin sei die Hündin nicht am Strand herumgelaufen.

Außerdem seien zum Zeitpunkt des Vorfalls keine anderen Personen vor Ort gewesen. Dennoch wurde der Mann der Halterin von zwei Stadtpolizisten kontrolliert. Die Folge: eine Busse von 400 Franken wegen des Verstosses gegen das Zugangsverbot für Hunde an einem untersagten Ort sowie wegen fehlender Leinenführung. Dazu kamen 100 Franken Gebühren.

Die Halterin erhob Einsprache gegen die Busse. In Genf dürfen Hunde öffentliche Bäder und Strände grundsätzlich nicht betreten, sofern dort keine besonderen Regelungen oder eine entsprechende Beschilderung bestehen. Am Genfersee gibt es lediglich in Genthod eine entsprechende Möglichkeit für Hunde. Eine generelle Duldung an verbotenen Orten gibt es laut der Stadt Genf nicht.

Dabei spiele es keine Rolle, wie spät es sei, wie warm die Temperaturen seien oder wie viele Menschen sich vor Ort aufhielten. Manuel Alonso Unica, Präsident der Interessenvertretung für Hundehalter in Genf, hält die Vorschriften für zu restriktiv. Gegenüber der „Tribune de Genève“ kritisierte er die Regelung und sagte, sie grenze an „Tierquälerei“. Hunde müssten sich bei grosser Hitze abkühlen können, argumentiert er.

Zudem verwies Alonso Unica darauf, dass Hunde im Kanton außerhalb des Rhoneufers kaum Zugang zu Wasser hätten und auf Rasenflächen nicht geführt werden dürften. Ein Sprecher des städtischen Sicherheits- und Sportdepartements erklärte der Zeitung hingegen, dass jede festgestellte Übertretung sanktioniert werde. Wenn es möglich sei, könnten Einsatzkräfte Halter allerdings vor einem Verstoss informieren.

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