Ein mehr als 2,1 Tonnen schwerer Crossover auf Renault-Basis – klingt eigentlich nicht nach einem echten Sportwagen. Doch der neue Alpine A390 GT überrascht im Test mit raffiniertem Heckantrieb,...
Alpine kennt man für die schnelle Flunder A110. Aber auch für die Familie hat Alpine mit der A390 einiges zu bieten. Aber natürlich hat er recht.
Was immer Alpine macht, baut auf einer Konzernplattform auf. Die vollelektrische A290 ist eigentlich ein Renault R5 und die Alpine A390, die dem Kollegen so gut gefällt, steht auf einer Allianz-Plattform, auf der auch der Renault Scénic E-Tech und der Nissan Ariya aufbauen. Die 2012 wiederbelebte Renault-Tochter Alpine mit Sitz im französischen Dieppe macht daraus freilich sportlichere Autos.
Nur für die künftige vollelektrische A110 haben die Franzosen eine eigene Performance-Plattform entwickelt. Primär für einen E-Antrieb, notfalls, wie uns gesagt wurde, aber auch für einen Verbrennungsmotor . Die Alpine A390 also, schauen wir sie uns außen an. 4,6 Meter lang, zwei Meter breit, mehr als 2,1 Tonnen schwer. Fällt heutzutage gerade noch unter Kompaktwagen.
Die Marketing-Abteilung spricht von einem „Fastback“, wir sehen die A390 eher im SUV-Segment, bestenfalls als Crossover. Egal. Denn wenn man mit dem Fastback/SUV-Coupe/Crossover losfährt, ist alle Größe und Gewicht vergessen. Es ist bemerkenswert, wie agil sich die A390 bewegen lässt.
Das liegt nicht nur an den drei Elektromotoren, die in der von uns getesteten GT-Version insgesamt 400 PS abliefern . Jedes Hinterrad hat seinen eigenen Elektroantrieb, einer wirkt vorne. Dieses Torque Vectoring am Heck, das die Kraft in den Kurven an jene Räder verteilt, die es am ehesten vertragen, ist eine der Zutaten für die Agilität und den Fahrspaß.
Die andere ist die wahrscheinlich direkteste Lenkung, die wir seit einiger Zeit in einem SUV erlebt haben, die so viel Spaß macht, dass man auch auf der Geraden Kurven fahren will. Man vergisst schnell, dass man in einem Fastback/SUV-Coupe/Crossover sitzt, bis sich die Physik in flott gefahrenen Kurven doch bemerkbar macht. Das Unter- und Übersteuern ist nicht immer dem Wunsch und Können des Fahrers geschuldet. Man lenkt eben nicht eine A110.eine Boost-Funktion aktiviert.
Für zehn Sekunden hat man zusätzliche Leistung für „Overtaking“. Oder man aktiviert damit die Launch-Control, auf 100 km/h geht es in weniger als fünf Sekunden. Und, großes Lob dafür: Auf einer Taste lassen sich die Assistenzsysteme bündeln – und mit zweimaligem Drücken deaktivieren! Hat man den sportlichen Ausflug hinter sich, ist die A390 eine schöne Familienkutsche.
Sie mag zwar insgesamt sportlich abgestimmt und härter sein, aber das Auto ist nie unangenehm polternd. Chapeau! Auf den Hintersitzen haben auch drei Erwachsene ausreichend Platz und in den Kofferraum passt genug, für einen langen Ausflug. Auf die versprochene WLTP-Reichweite kamen wir in unserem Test nicht, wofür unser Fahrstil verantwortlich war.
Aber es genügte für etwa 450 Kilometer, auch ausreichend. Die Batterie lässt sich mit 150 kW laden, mit Wechselstrom optional nicht nur mit den üblichen elf, sondern auch mit 22 kW.3 E-Motoren ; max. Leistung: 295 kW ; max.
Drehmoment: 661 Nm; vMax: 200 km/h; 0-100 km/h: 4,8 Sekunden;Lithium-Ionen mit 89 kWh ; max. Ladegeschwindigkeit: AC 11 kW , DC 150 kW; Ladezeit: 15-80 Prozent in 29 Minuten.
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