Österreich gewinnt auch sein zweites Spiel in der Nations League. Das ÖFB-Team zeigt beim 3:1 gegen Kosovo in Wien eine starke Leistung. Drei Erkenntnisse eines erfolgreichen Abends.
Österreich gewinnt auch sein zweites Spiel in der Nations League. Das ÖFB-Team zeigt beim 3:1 gegen Kosovo in Wien eine starke Leistung. Drei Erkenntnisse eines erfolgreichen Abends.
Carney Chukwuemeka hatten Österreich mit 3:0 in Führung gebracht, Edon Zhegrova gelang nur noch Schönheitskosmetik. Das Spiel gegen Kosovo war das beste seit dem 5:1 gegenMarco GrüllNamentlich waren dies Christian Zawieschitzky, Nikolas Veratschnig, David Affengruber, Maximilian Wöber, Paul Wanner und Junior Adamu.
Die Salzburger Zawieschitzky und Veratschnig gaben ihr ÖFB-Debüt, für Affengruber war es sein zweiter Einsatz. In der zweiten Halbzeit wechselte Rangnick unter anderen auch noch Carney Chukwuemeka ein. Nach diesem Abend ist der Teamchef jedenfalls um einiges schlauer. Österreich hat mehr Optionen, als man vielleicht glauben möchte.
Adamu wird zwar nie Bälle sichern können wie es Marko Arnautovic 15 Jahre lang im Nationalteam getan hat, der flinke Schalke-Legionär aber zeigte, dass man ihn sehr wohl brauchen kann. Nach neun Teamspielen ohne Tor oder Vorlage trug sich der 25-Jährige erstmals in die Schützenliste ein. Es war der Lohn für eine sehr engagierte Leistung. Adamu forcierte wie Patrick Wimmer immer wieder Läufe in die Tiefe.
Also dorthin, wo man Gegnern weh tun kann. Auch Veratschnig machte seine Sache als Stellvertreter von Stefan Posch als Rechtsverteidiger ordentlich. Zawieschitzky konnte eine gewisse Nervosität nicht verbergen. Man darf sie dem 19-Jährigen Debütanten bloß nicht übel nehmen.
Wie gern hätte man das ÖFB-Team bei der WM gegen den Ball so aggressiv gesehen wie Sonntagabend gegen Kosovo. Österreichs Teamspieler haben das leidenschaftliche Pressing wiederentdeckt, was Rangnick ganz besonders freuen dürfte. Die Doppels-Sechs mit Nicolas Seiwald undWie er den Angriff vor dem zweiten Treffer eingeläutet und vorangetrieben hatte , war eine Augenweide. Der 28-Jährige hat unter Oliver Glasner bei Nottingham wieder Form, Fitness und seine Pferdelunge gefunden.
In dieser Verfassung ist er auch für das Nationalteam unersetzbar. Es bleibt abzuwarten, wie Ralf Rangnick mit David Alaba weiter verfährt, sollte dieser bei seinem neuen Arbeitgeber Udinese in der Serie wieder Spielpraxis sammeln. Dringender Bedarf auf der Innenverteidigerposition herrscht im ÖFB-Team jedenfalls keiner. Neben Danso gab Rangnick diesmal nicht dem arrivierten Philipp Lienhart, sondern Affengruber die Chance.
Und der 25-Jährige nutzte sie. Neben dem robusten Danso könnte Affengruber in Zukunft für die Spieleröffnung aus der Defensivzentrale verantwortlich sein. Bei La-Liga-Klub Elche hat man Affengruber dafür explizit gelobt. Vor wenigen Wochen gelang Affengruber der Sprung in die Premier League zu Fulham.
Auch das ist ein Bewerbungsschreiben für weitere Nationalteameinsätze. Sein sehenswertes Kopfballtor zur 1:0-Führung war seinem Standing unter Rangnick gewiss förderlich. Mehr als ein Schönheitsfehler war das Einsteigen gegen Matoshi im Strafraum, das zum Elfmeter Kosovos und in weiterer Folge zum Gegentreffer führte .
Affengruber ist jedenfalls nur eine Option in der Innenverteidigung. Am Donnerstag könnte in Irland Lyon-Stütze Felix Bacher Pluspunkte sammeln, so er denn eingesetzt wird.
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