170 Franken für die Ski-WM-Abfahrt: Marco Odermatt verteidigte den Preis bereits im Mai. Auch die Veranstalter erklären die hohen Kosten.
Die alpine Ski-Weltmeisterschaft in Crans-Montana findet vom 1. bis 14. Februar statt. Für das Großereignis sind die Tickets in vier Verkaufsphasen erhältlich. Je nach Rennen und Kategorie unterscheiden sich die Preise.
Für die Königsdisziplin Abfahrt waren die Karten bei den Männern zuletzt bereits vergriffen. Ab 1. Oktober sollen wieder Tickets erhältlich sein. Für einen Tribünenplatz werden bei den Männern 170 Schweizer Franken fällig, bei den Frauen sind es 150 Franken.
Marco Odermatt äußerte sich bereits im Mai zu den Ticketkosten. Im Gespräch mit der Schweizer Zeitung „Blick“ bezeichnete der Olympiasieger den Preis als „legitim“. Als Begründung verwies Odermatt auf die Bedeutung der Veranstaltung und auf Preisvergleiche mit anderen großen Sportevents. Marco Odermatt bei der Abfahrt in Crans-Montana.
Der Schweizer hatte sich bereits im Mai hinter die Ticketpreise für die Ski-WM gestellt. Wenn sich der alpine Skisport mit Formel 1, MotoGP oder Tennis vergleichen wolle, könne das wichtigste Rennen der kommenden zwei Jahre nicht für 50 Franken angeboten werden, erklärte der Schweizer gegenüber „Blick“. Auch andere Sportveranstaltungen zog Odermatt zum Vergleich heran. Bei einem Champions-League-Achtelfinale oder einem Drittrundenspiel in Wimbledon könne man ebenfalls schnell bei Ticketpreisen im vierstelligen Bereich landen, erklärte der Schweizer.
GEPA pictures/Avni Retkoceri Gleichzeitig verwies er darauf, dass die Rennstrecke in Crans-Montana lang sei und es neben dem Zielraum weitere Möglichkeiten gebe, das Rennen zu verfolgen. Auch die Veranstalter verteidigen die Ticketpreise und verweisen auf die Kosten rund um die Weltmeisterschaft. Sophie Clivaz, Head of Marketing & Communication der Ski-WM, erklärte gegenüber „Blick“, dass neben den Tribünen unter anderem Sicherheit, Großbildschirme, Reinigung, Schneeräumung und kostenlose Transporte finanziert werden müssten.
„Wenn man alle Kosten decken wollte, die direkt mit dem Fanerlebnis zusammenhängen, müssten die Tickets eigentlich noch teurer sein“, sagte Clivaz gegenüber „Blick“. Die WM koste insgesamt rund 75 Millionen Franken, die Ticketeinnahmen würden lediglich rund zehn Prozent des Budgets ausmachen.
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